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US-Börsenaufsicht lässt Google starten - 85 $ je Aktie

Die US-Börsenaufsicht SEC hat grünes Licht für den Börsengang der Internetsuchmaschinen-Firma Google gegeben. Die Google-Aktien könnten nun erstmals am heutigen Donnerstag an der New Yorker Börse gehandelt werden, teilte die SEC am Mittwoch nach Börsenschluss in New York mit.

dpa-afx NEW YORK/MOUNTAIN VIEW. Die US-Börsenaufsicht SEC hat grünes Licht für den Börsengang der Internetsuchmaschinen-Firma Google gegeben. Die Google-Aktien könnten nun erstmals am heutigen Donnerstag an der New Yorker Börse gehandelt werden, teilte die SEC am Mittwoch nach Börsenschluss in New York mit.

Der Preis für eine Google-Aktie wurde in der Nacht zum Donnerstag auf 85 $ je Anteilsschein festgesetzt. Google hat sich mit den konsortialführenden Investmentbanken damit auf das untere Ende der bereits nach unten korrigierten Preisspanne von 85 bis 95 $ geeinigt.

Schwache Nachfrage

Ursprünglich wollte Google 108 bis 135 $ für seine Aktien haben. Wegen der schwachen Nachfrage hatte der Suchmaschinen-Betreiber den Preis aber senken müssen. Überdies reduzierte Google die Zahl der emittierten Aktien von 25,74 Mill. auf 19,64 Millionen. Der Yahoo! -Konkurrent hatte seine Anteilscheine über eine Auktion angeboten, die am Mittwochabend endete. Google kann jetzt mit einem Erlös von 1,66 Mrd. $ rechnen.

Der Gesamtwert der 271,2 Mill. Aktien des Unternehmens liegt bei einem Preis von 85 $ je Aktie bei rund 23 Mrd. $ gegenüber rund 36 Mrd. $ beim bisherigen Google-Wunschpreis von 135 $ je Aktie. Analysten hatten mit einer Absenkung der Preisspanne gerechnet, da sich eine geringe Nachfrage nach den Anteilsscheinen bereits im Vorfeld der Emission abgezeichnet hatte.

Ungewöhnliche Auktion MIT Pannen

Der Google-IPO ist einer der größten Börsengänge der vergangenen Jahre. Doch der Termin verschob sich schon mehrfach, wegen Problemen bei der Registrierung institutioneller Anleger und von Belegschaftsaktien. Das Börsendebüt war zuletzt für Mittwoch geplant, musste jedoch wegen der fehlenden Zulassung der SEC auf Donnerstag verschoben werden.

Die von Google zur Vergabe der Aktien durchgeführte Auktion war von zahlreichen Pannen begleitet. Die SEC und bundesstaatliche Aufsichtsbehörden hätten im Zusammenhang mit der Verteilung von Aktien an Google-Mitarbeiter in früheren Jahren informelle Anfragen vorgenommen. Das Unternehmen hatte in den Emissionsunterlagen an die SEC auch im Wortlaut ein "Playboy"-Interview einbringen müssen, das möglicherweise gegen die staatlichen Schweigevorschriften während des langwierigen Börsengangs verstoßen hatte.

Google hatte für seinen Börsengang die ungewöhnliche Form einer Online-Auktion gewählt. Durch die Online-Platzierung, an der auch Privatleute teilnehmen konnten, wollte Google unter anderem den Einfluss der Investmentbanken beschränken. Bei dem Ausgabeverfahren, das auch dutch auction (holländische Auktion) genannt wird, waren Investoren zunächst registriert worden und hatten dann ihre individuellen Gebote abgeben können.

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