US-Börsenaufsicht SEC verhängt Rekordstrafe
Xerox muss Bilanzen korrigieren

Der US-Konzern Xerox Corp. hat den fast zwei Jahre andauernden Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC um betrügerische Buchführung beigelegt: Xerox wird eine Rekordstrafe in Höhe von 10 Mill. $ zahlen und die Bilanzen der vergangenen vier Jahre korrigieren.

NEW YORK. Die Einigung kommt überraschend, denn Xerox hatte die Vorwürfe der SEC, die bis zu Betrug reichen, stets bestritten. Der Konzern aus Stamford/Connecticut wird nun die Vergehen weder zugeben noch bestreiten, sondern lediglich eine Einwilligungserklärung unterschreiben, künftig derartige Verstöße zu unterlassen. Die Höhe der Strafe ist ein Indikator dafür, wie ernst die SEC den Vorgang nimmt: Der Betrag ist drei mal größer als die bisher in einem solchen Fall verhängte Höchststrafe.

Die Korrektur der Bilanzen betrifft unter anderem die Art und Weise, wie Xerox den Umsatz mit Büroausstattungen - mehr als 2 Mrd. $ von 1997 bis 2000 - gebucht hat, die der Konzern an Kunden verleaste. Xerox hat außerdem die Veröffentlichung des Jahresabschlusses für 2001 verschoben, um darin die Zahlen entsprechend zu korrigieren. Eine Schätzung über die Höhe der Korrekturen wollte der Konzern nicht abgeben.

Die Einigung mit der SEC rehabilitiert teilweise auch einen ehemaligen Mitarbeiter der Finanzabteilung von Xerox: James Bingham war im Jahr 2000 entlassen worden, weil er mehrfach die Buchführungspraktiken des Konzerns - darunter auch die im Vergleich mit der SEC genannten - in Frage gestellt hatte.

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