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US-Bürgerrechtler Jackson von Taliban eingeladen

Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson hat eigenen Angaben zufolge eine Einladung von Vertretern der radikal-islamischen afghanischen Taliban-Regierung zu einem Gespräch nach Pakistan erhalten. Der Botschafter der Taliban habe ihn eingeladen, sagte Jackson in einem US-Rundfunkinterview am Mittwoch.

Reuters WASHINGTON. "Ich weiß noch nicht, ob ich (die Einladung) annehmen werde." Jackson war unter dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton Sondergesandter für Afrika und arbeitete zudem freiwillig als internationaler Vermittler. 1990 brachte er Geiseln aus Kuwait und Irak heraus, 1999 gelang ihm die Freilassung von drei entführten US-Soldaten in Jugoslawien.

Jackson kündigte an, er werde sich für die Freilassung von acht in Afghanistan inhaftierten ausländischen Entwicklungshelfern einsetzen, sollte es zu einem Treffen mit Taliban-Vertretern kommen. Den Ausländern wird christliche Missionstätigkeit vorgeworfen. Zudem würde er sich darum bemühen, die Taliban von einer Auslieferung des Extremisten Osama bin Ladens zu überzeugen, sagte Jackson. Bin Laden gilt in den USA als Hauptverdächtiger für die Anschläge in den USA am 11. September. Er soll als Gast der Taliban in Afghanistan leben. Die USA haben die Auslieferung Bin Ladens verlangt.

Jackson sagte, er wolle sich vor einer Entscheidung mit internationalen religiösen Oberhäuptern beraten. Er habe zudem US-Präsident George W. Bush um ein Treffen gebeten. Der Sprecher des US-Präsidialamtes, Ari Fleischer, lehnte eine Stellungnahme zu Jackson ab. "Ich möchte nur wiederholen, was der Präsident gesagt hat, dass er sich in keine Verhandlungen und keine Diskussionen begeben werde.

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