US-Computerhersteller meldete höheren Gewinn bei niedrigerem Umsatz
IBM legte nur in Asien ordentlich zu

Der US-Computerhersteller IBM hat für das abgelaufene Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten zwar übertroffen, allerdings einen Umsatzrückgang ausgewiesen.

dpa/sgr ARMONK / DÜSSELDORF. IBM hat im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2000 einen rückläufigen Umsatz verbucht. Der Gewinn ist allerdings - unter Ausklammerung von Sonderfaktoren - gestiegen. IBM übertraf damit die Wall-Street-Erwartungen für das zweite Quartal. Die Börse honorierte die Zahlen mit einem zunächst 5 % höheren Aktienkurs.

IBM verdiente im ersten Halbjahr 3,5 Mrd. $ (3,8 Mrd. Euro) gegenüber 3,9 Mrd. $ in der Vorjahresvergleichszeit. Klammert man Sondergewinne im Vorjahr aus (687 Mill. $ durch den Verkauf des Global Network), war in den ersten sechs Monaten 1999 allerdings nur ein Gewinn von 3,2 Mrd. $ angefallen. Der Halbjahresumsatz fiel auf 41 (Vorjahresvergleichszeit: 42,2) Mrd. $. Im 2. Quartal verdiente IBM 1,9 (2,4) Mrd. $.

Der Quartalsumsatz fiel um ein Prozent auf 21,7 Mrd. $. IBM setzte dabei in Nord- und Südamerika 9,7 Mrd. $ (- 3 %) um, in der Region Europa/Naher Osten/Afrika waren es Waren und Dienstleistungen für 5,9 Mrd. $ (- 9 %). Die Gesellschaft legte hingegen in Asien und im pazifischen Raum um 20 % auf 4,3 Mrd. $ zu. Im Geschäft mit anderen Computerherstellern setzte IBM 1,8 Mrd. $ (6 %) um.



Unzufriedenheit mit dem PC- und mit dem Festplattengeschäft

IBM

-Chef Louis V. Gerstner betonte, dass die Gesellschaft drei Quartale lang ein langsames Umsatzwachstum gehabt habe. Er führte dies auf die Auswirkungen des Jahr-2000- Computerproblems und auf Maßnahmen zur Verbesserung der Geschäftspalette zurück. Er war mit dem PC- und mit dem Festplattengeschäft unzufrieden. Gerstner zeigte sich aber im Hinblick auf das zweite Halbjahr 2000 ermutigt. Das Dienstleistungs- und das Servergeschäft habe sich deutlich belebt. Auch bei Dienstleistungen gab es starke Wachstumsraten.

IBM hat im ersten Halbjahr im Hardware-Bereich einen Umsatzrückgang um 8,2 % auf 16,8 Mrd. $ verbucht. Die Dienstleistungssparte konnte ihr Geschäft um 1,3 % auf 15,7 Mrd. $ ausweiten. Sie hat im 2. Quartal Neuaufträge von 20 Mrd. $ erhalten und hatte zum Quartalsende einen Auftragsbestand von rund 75 Mrd. $. Der Softwareumsatz stieg im ersten Halbjahr um ein Prozent auf 6,1 Mrd. $, und das globale Finanzgeschäft verbuchte einen Zuwachs von 12,9 % auf 1,6 Mrd. $.

Nach der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal 2000 sieht sich der Konzern mit den Gewinnschätzungen der Analysten für das Gesamtjahr auf einer Linie. Im Mittel erwarten Analysten nun einen Gewinn je Aktie von 1,07 $ für das dritte sowie 1,46 $ für das vierte Quartal.



MG Technologies lagert IT komplett aus

In Stuttgart gab IBM Global Services die strategische IT-Partnerschaft mit der MG Technologies AG bekannt. Im Rahmen eines Outsorcing-Abkommens übernimmt IBM den Betrieb der bestehenden IT für alle Bereiche der MG Technologies. Das Vertragsvolumen, so heißt es in einer Mitteilung, erreiche über die vorgesehene Laufzeit von 15 Jahren - aus heutiger Sicht - etwa eine Milliarde Dollar. Die MG Technologies AG mit rund 40 000 Mitarbeitern ist nach der Neuausrichtung ein Technologiekonzern in den Kernkompetenzen Engineering und Chemie.

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