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US-Daten stützen Konjunkturhoffnung an der Wall Street

Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager hat nach Händlerangaben die Hoffnungen auf eine Belebung der Wirtschaft in den USA gestärkt und damit die Kurse an der Wall Street beflügelt.

Reuters NEW YORK. Der Index war im Juni mit 44,7 nach 42,1 Punkten im Mai auf den höchsten Stand seit Jahresbeginn gestiegen und verstärkte damit nach Einschätzung von Analysten Hoffnungen auf ein Ende der Talfahrt im Verarbeitenden Gewerbe der USA. "Das sind gute Nachrichten, weil sich die Lage bessert und wir nicht weitere Zinssenkungen brauchen, damit sie sich bessert", sagte Edgar Peters, Chefinvestment-Officer bei Pan-Agora Asset Management. Der Dow-Jones-Index notierte gegen 18.00 Uhr MESZ mit 1,18 % fester auf 10 625,52 Punkten, während der technologielastige Nasdaq-Index um 0,74 % auf 2176,46 Zähler kletterte. Es seien immer noch Nachwirkungen der technischen Panne vom vergangenen Freitag zu spüren, sagte Peters. Die Nasdaq hatte die Schlusskurse vom Freitag von rund 20 Werten, darunter Mediacom Communications und Simplex Solutions nachträglich korrigieren müssen.

Blue Chips und Technologiewerte hatten im frühen Geschäft in Reaktion auf eine Gewinnwarnung des US-Mischkonzerns Minnesota Mining & Manufacturing3M zunächst nachgegeben. Das Unternehmen rechne auf Grund des starken US-Dollar sowie der weltweiten wirtschaftlichen Abschwächung mit einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal, hatte 3M mitgeteilt. Die Aktien des Dow-Wertes erholten sich mit dem Gesamtmarkt jedoch und notierten am frühen Abend (MESZ) mit 1,18 % im Plus auf 115,45 Dollar.

Von Interesse für die Marktteilnehmer sei auch die weitere Entwicklung der geplanten Fusion zwischen den US-Konzernen General Electric (GE) und Honeywell, sagten Händler. Die beiden Unternehmen erwägen nach Angaben aus mit den Gesprächen vertrauten Kreisen für Montag oder Dienstagmorgen die offizielle Rücknahme ihres Fusionsantrages. General Electric stiegen unterdessen um 2,48 % auf 49,96 Dollar, während Honeywell um 2,60 % auf 34,08 Dollar nachgaben.

Die Aktien der UAL, der Muttergesellschaft der United Airlines legten um 0,46 % auf 35,61 Dollar zu. US Airways büßten dagegen 3,35 % auf 20,95 Dollar ein. United Airlines hatte zuvor mitgeteilt, mit US Airways über einen Abbruch der geplanten Fusion zu verhandeln. Darüber hinaus würden sich beide Unternehmen nicht weiter zu diesem Thema äußern, hieß es. Der Markt habe am Montag kaum auf die Bekanntgabe der Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben der US-Bürger reagiert, sagten Börsianer. Die Einkommen waren nach Angaben der US-Regierung im Mai um 0,2 % etwas unterhalb der Markterwartungen von 0,3 % gestiegen. Die Ausgaben kletterten durch eine hohe Nachfrage an langlebigen Konsumgütern jedoch kräftig um 0,5 %. Analysten hatten lediglich mit einem Zuwachs von 0,3 % gerechnet

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