US-Demokraten
Vorwahlen in Mississippi haben begonnen

Wenn am Mittwoch um ein Uhr mitteleuropäischer Zeit die Wahllokale im US-Bundesstaat Mississippi schließen, wird wahrscheinlich Barack Obama weitere Stimmen im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur gesammelt haben. Dieser gilt in den Südstaaten als klarer Favorit, während Konkurrentin Clinton wohl erst im April wieder punkten kann.

HB JACKSON/USA. Mit den Vorwahlen in Mississippi ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten am Dienstag in eine weitere Runde gegangen. Barack Obama ging als klarer Favorit in die Abstimmung. Seine Rivalin Hillary Clinton blieb bereits bei früheren Vorwahlen im Süden der USA ohne Erfolgserlebnis. Die New Yorker Senatorin hofft nun auf die nächste Vorwahl in Pennsylvania, die aber erst am 22. April stattfindet.

Wegen des hohen Bevölkerungsanteils der Schwarzen wird in Mississippi ein klarer Sieg des dunkelhäutigen Senators aus Illinois erwartet. Auf dem Spiel stehen 33 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im August - weitaus größer wird allerdings der Preis in Pennsylvania sein, wo 158 Delegierte zu bestimmen sind. Bislang hat Obama nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP 1 579 Delegierte auf seiner Seite, bei Clinton sind es 1 473. Für die Kandidatur bei der Präsidentenwahl am 4. November sind mindestens 2 025 Stimmen erforderlich. In der Republikanischen Partei steht bereits John McCain als Kandidat fest.

Clinton hat sich in der vergangenen Woche mit ihren Wahlsiegen in Ohio und Rhode Island sowie ihrem guten Abschneiden in Texas erholen können. Zuvor hatte sie elf Niederlagen in Folge hinnehmen müssen. Bereits am Samstag gewann Obama aber die Wahl in Wyoming.

Der vor allem bei jugendlichen Wählern beliebte Senator ließ sich zum Abschluss seines Wahlkampfs in Mississippi auf Veranstaltungen in Columbus und Jackson feiern. Er habe mehr Delegierte, Staaten und Wählerstimmen als Clinton gewonnen, sagte Obama in Jackson. Deshalb komme die von Clinton ins Gespräch gebrachte Kandidatur für das Amt des Vizepräsidenten für ihn nicht in Frage.

Clinton reiste bereits am Montag nach Pennsylvania weiter. Auf einer Kundgebung in Scranton wich sie Fragen nach dem Sexskandal ihres Verbündeten Eliot Spitzer aus. „Dazu habe ich keine Stellungnahme“, sagte sie. Der New Yorker Gouverneur unterhielt nach Presseberichten enge Kontakte zu einem Prostituiertenring. Clinton distanzierte sich außerdem von Aussagen einer Beraterin, die in einem Interview angedeutet hatte, Obama habe seinen bisherigen Erfolg lediglich seiner Hautfarbe zu verdanken.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%