US-Dienstleister im Aufwind - Schwäche in Europa hält an
ISM-Service-Index steigt stärker als erwartet

Im Dienstleistungssektor setzen sich die unterschiedlichen Trends in den USA und Europa fort. Während sich in den Vereinigten Staaten die Aufwärtstendenz der Branche im Mai verstärkte, hielt der Abschwung in der Euro-Zone an. Das zeigen am Mittwoch veröffentlichte Daten aus beiden Wirtschaftsräumen.

Reuters NEW YORK/BERLIN. So verzeichnete der Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) für die US-Dienstleister im vergangenen Monat einen überraschend starken Anstieg. Das an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturbarometer legte auf 54,5 (April 50,7) zu und signalisiert mit einem Stand von über 50 Zählern eine expandierende Geschäftstätigkeit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem geringeren Plus auf 52,0 Punkte gerechnet.

Volkswirte sprachen von erfreulichen Daten. Diese zeigten zusammen mit dem ebenfalls besser als erwartet ausgefallenen ISM-Index zur Entwicklung der US-Industrie, dass es im zweiten Halbjahr wie von vielen Experten vorausgesagt zu einer Belebung der weltgrößten Volkswirtschaft kommen könnte. "Der Dienstleistungssektor ist wichtiger als das Verarbeitende Gewerbe, weil er sich zunehmend ausbreitet", sagte William Cheney von John Hancock Financial Services.

Die US-Aktienmärkte bauten nach Veröffentlichung des ISM-Service-Indexes ihre Kursgewinne aus. Der Dollar legte zum Euro etwas zu.

Deutsche Sektorschwäche belastet europäische Entwicklung

In der Euro-Zone setzte sich unterdessen im Mai die Abwärtsbewegung des Dienstleistungssektors fort, wenn auch etwas verlangsamt. Der entsprechende Reuters-Service-Index stieg auf 47,9 (47,7) Zähler und signalisierte mit einem Wert unter 50 Punkten weiterhin einen Geschäftsrückgang. Belastet wurde die Entwicklung im Währungsgebiet durch die verschärfte Branchenschwäche in Deutschland. Während der Dienstleistungssektor in anderen großen Volkswirtschaften in Europa ein leichtes Wachstum verzeichnete, beschleunigte sich der Abwärtstrend bei den deutschen Unternehmen. Der Reuters-Service-Index für Deutschland ging auf 44,4 (44,6) Punkte zurück.

Ähnliche Unterschiede wie im Dienstleistungssektor zeigt die Entwicklung der Industrie in den USA und Europa. Wie bereits am Montag veröffentlichte Daten demonstrieren, befand sich das Verarbeitende Gewerbe in den Vereinigten Staaten im Mai weiter auf dem Weg der Besserung, während sich in der Euro-Zone die Talfahrt beschleunigte.

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