US-Direktbroker Charles Schwab sucht nach Einstiegsmöglichkeit
DAB-Chef sieht Konsolidierungsdruck bei Direktbanken

Reuters MÜNCHEN. Die deutschen Dirketbanken stehen nach der Einschätzung von Mathias Kröner, Vorstandschef der Direkt Anlage Bank weiter unter Konsolidierungsdruck. Sein Unternehmen werde nach der Übernahme der französischen Self Trade im vergangenen Jahr aber wahrscheinlich keine Rolle bei dem Konsolidierungsprozess spielen, sagte Kröner am Montag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Kröner zufolge sucht vor allem der der amerikanische Direktbroker Charles Schwab nach Expansionsmöglichkeiten in Europa. "Ich habe, wenn ich über die Konsolidierung in der Branche nachdenke, das Gefühl, dass wir vielleicht bald das Ende erreicht haben", sagte Kröner. "Schwab sucht dringend eine Lösung in Europa", fügte er hinzu.

Die Direkt Anlage Bank (DAB) ist nach Marktkapitalisierung der größte Internet-Broker in Europa. Ein Übernahmekandidat könnte vor allem der Nürnberger Konkurrent Consors sein, nach Marktkapitalisierung Nummer drei in Europa, dessen Aktien im Januar ein Tief von 34,30 Euro erreicht hatten, nach einem Jahreshoch 2000 von 164,90 Euro. Kröner lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Der DAB-Vorstandschef wiederholte seine Prognose, wonach die Direkt Anlage Bank im vergangenen Jahr die Gewinnschwelle erreicht habe und das auch in diesem Jahr schaffen werde, allerdings vor den Firmenwertabschreibungen aus der Self-Trade-Übernahme. DAB will seine Bilanz für 2000 Ende März vorlegen.

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