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US-Einreise bis 2005 ohne Fingerabdruck möglich

dpa WASHINGTON. US-Präsident George W. Bush hat die Frist für die Einführung biometrischer Merkmale in Reisepässen um ein Jahr bis auf den 26. Oktober 2005 verlängert. Das teilte der stellvertretende Außenamtssprecher Adam Ereli am Dienstag in Washington mit.

dpa WASHINGTON. US-Präsident George W. Bush hat die Frist für die Einführung biometrischer Merkmale in Reisepässen um ein Jahr bis auf den 26. Oktober 2005 verlängert. Das teilte der stellvertretende Außenamtssprecher Adam Ereli am Dienstag in Washington mit.

Damit können Deutsche, Schweizer und Österreicher sowie Reisende aus 24 anderen Ländern weiterhin ohne Visum in die USA einreisen und dort 90 Tage lang bleiben. Biometrische Merkmale sind beispielsweise Fingerabdrücke, Gesichtsgeometrie sowie Iris-Erkennung.

Eine Regelung des US-Ministeriums für Heimatschutz sieht allerdings vor, dass vom 30. September dieses Jahres an von beiden Zeigefingern der Einreisenden elektronische Abdrücke gemacht werden. Außerdem wird ein digitales Foto gemacht, um die Identität des Reisenden zu überprüfen.

Die Verschiebung der Frist für die Einführung biometrischer Merkmale in Reisepässen ist nach den Worten Erelis notwendig geworden, um eine mögliche Unterbrechung des internationalen Reiseverkehrs zu verhindern. Außerdem soll den betreffenden Ländern eine angemessene Zeit gegeben werden, um sichere biometrische Pässe herzustellen.

Der US-Kongress hatte ursprünglich eine Frist bis 26. Oktober dieses Jahres gesetzt. Danach sollten Inhaber neuer Pässe, die keine biometrischen Merkmale enthalten, gezwungen werden, vor der Reise in die USA ein Visum zu beantragen. Das hätte die US-Botschaften in Europa und anderen Ländern aber mit Anträgen überschwemmt, befürchtete das US-Außenministerium. Weil kein Land der Welt es geschafft hätte, die Frist einzuhalten, hatte sich die US-Regierung selbst für eine Verlängerung ausgesprochen.

Von der Regelung sind außer Deutschland, Österreich und der Schweiz auch Andorra, Australien, Belgien, Brunei, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Japan, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, die Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Portugal, San Marino, Singapur, Slowenien, Spanien und Schweden betroffen.

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