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US-Einzelhandel und Konsumstimmung liefern positive Konjunktursignale

Der Anstieg der Einzelhandelsumsätze in den USA und die Stimmungsaufhellung bei den Verbrauchern deuten nach Einschätzung von Volkswirten auf eine robuste Konjunkturentwicklung hin.

dpa-afx WASHINGTON. Der Anstieg der Einzelhandelsumsätze in den USA und die Stimmungsaufhellung bei den Verbrauchern deuten nach Einschätzung von Volkswirten auf eine robuste Konjunkturentwicklung hin. Die Stimmungsaufhellung bei den Konsumenten führen Volkswirte insbesondere auf den leichten Rückgang der Benzinpreise in den USA zurück.

"Mit Erleichterung werden die Verbraucher den Rückgang der Benzinpreise in den letzten Tagen aufgenommen haben", sagte Gerald Müller, Volkswirt bei der Commerzbank. Auch Ökonom Steve Stanley bei RBS Greenwich Capital sieht im Rückgang der Energiepreise von ihren Höchstmarken den entscheidenden Grund für die kräftige Stimmungsaufhellung.

Überraschend Deutliche Stimmungsaufhellung

Der viel beachtete Index der Universität Michigan ist vorläufigen Berechnungen zufolge von 91,7 Punkten im Vormonat auf 95,5 Zähler geklettert, erfuhr dpa-AFX am Freitag aus Kreisen. Von CBS Marketwatch befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt lediglich mit 93,8 Punkten gerechnet. Der Indikator gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der private Konsum ist die wichtigste Konjunkturstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Im Oktober legten die Einzelhandelsumsätze trotz eines kräftigen Einbruchs der Autoumsätze in den USA überraschend deutlich zu. Nach Angaben des Handelsministeriums kletterte der Umsatz um 0,2 Prozent zum Vormonat. Die befragten Volkswirte hatten im Durchschnitt lediglich 0,1 Prozent erwartet. Auch der Wert für den Vormonat wurde leicht um 0,1 Punkte auf 1,6 Prozent nach oben revidiert.

Lagerbestände Steigen Moderat

Die Umsätze ohne Berücksichtigung der Autoverkäufe legten im Oktober um 0,9 Prozent zu. Hier hatten die Experten im Durchschnitt nur 0,6 Prozent erwartet. Die Autoumsätze sanken im Berichtszeitraum um 2,2 Prozent. Die Entwicklung deutet der Commerzbank zufolge insgesamt darauf hin, dass der bisher erwartete Anstieg des realen privaten Verbrauchs im vierten Quartal von 2,5 Prozent auch leicht übertroffen werden könnte. Die US-Notenbank habe somit keinen Grund mit weiteren Zinserhöhungen zu zögern.

Unterdessen erhöhten sich die Lagerbestände der Industrie- und Handelsunternehmen im September mit 0,1 Prozent nach Angaben des Wirtschaftsministeriums überraschen moderat. Von CBS Marketwatch befragte Experten hatten mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. Im August waren die Lagerbestände noch um 0,7 Prozent gestiegen. Die Umsätze legten im Berichtszeitraum um 0,3 Prozent zu, und damit stärker als die Lagerbestände. Das Verhältnis von Lagerbeständen zu Umsätzen - ein Indikator für die Nachfrage - verharrte den dritten Monat in Folge auf 1,32.

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