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US-Fleischpacker Smithfield will Konkurrenten IBP übernehmen

dpa NEW YORK. Die Smithfield Foods Inc., eine der größten US-Fleischpackerfirmen, will den Hauptkonkurrenten und Branchenführer IBP Inc. im Zuge eines Aktientauschs für 2,7 Mrd. $ (6,1 Mrd. DM/3,1 Mrd. Euro) übernehmen.

Smithfield will 25 $ je IBP-Aktie zahlen und außerdem 1,4 Mrd. $ an IBP-Schulden übernehmen. Der Wert der Gesamttransaktion beläuft sich damit laut Smithfield auf 4,1 Mrd. $.

Damit hat Smithfield ein früheres Barangebot des IBP-Managements und eines von der Investmentbank Donaldson, Lufkin & Jenrette kontrollierten Investmentfonds von 22,25 $ je IPB-Aktie nach eigenen Angaben um 12,4 % überboten. Smithfield gab sein IPB-Kaufangebot am Montag bekannt.

Smithfield ist der größte amerikanische Schweineschlächter und hat im vergangenen Jahr 5,2 Mrd. $ umgesetzt. Die IBP ist mit einem Umsatz von 14,1 Mrd. $ der mit Abstand größte amerikanische Rinderschlächter und ist auch in der Schweineschlächterei einer der ganz großen Mitspieler.

Die Offerte hat Smithfield-Chef Joseph Luter III in einem Schreiben an einen Spezialausschuss des IBP-Verwaltungsrates gemacht. Smithfield verwies darauf, dass das eigen Angebot auf ein Aufgeld von 19,8 % gegenüber dem jüngsten IBP-Aktienkurs hinausläuft.

Smithfield züchtet Schweine, schlachtet sie und verkauft seine Fleisch- und Fleischprodukte unter eigenen Markennamen an die Supermärkte. IBP kontrolliert rund ein Drittel der US-Rinderschlächterei. IBP ist außerdem der zweitgrößte amerikanische Schweineschlächter. Smithfield und IBP kontrollieren nach Angaben des "Wall Street Journal" 18,4 % bzw. 17,7 % der kommerziellen US-Schweineschlächterei.

Smithfield erwartet keine kartellrechtlichen Probleme, da sich das Unternehmen von bestimmten Vermögenswerten trennen wolle. Die Gesellschaft erwartet im Zuge des Zusammenschlusses jährliche Kostenersparnisse von 200 Mill. $. Luter forderte den IBP-Verwaltungsratausschuss auf, das Smithfield-Angebot zu überprüfen und Diskussionen über ein für beide Seiten akzeptables Fusionsabkommen zu beginnen.

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