US-Fluggesellschaft im Rahmen der Erwartungen
Delta Air Lines mit höherem Verlust

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines hat im ersten Quartal einen deutlich höheren Verlust als im Vorjahreszeitraum verzeichnet und angekündigt, 200 Piloten zu beurlauben. Die drittgrößte Fluggesellschaft der USA befindet sich nach eigenen Angaben in der größten finanziellen Krise seiner Geschichte.

Reuters NEW YORK. Der Nettoverlust habe 466 Millionen Dollar oder 3,81 je Aktie betragen, teilte das in Atlanta ansässige Unternehmen mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust 397 Millionen Dollar oder 3,25 Dollar je Aktie betragen. Der von Delta vorgelegte Verlust übertraf die bisher veröffentlichten Quartals-Einbußen seiner US-Konkurrenten. Northwest Airlines und Continental hatten in dieser Woche einen Verlust von zusammen 617 Millionen Dollar angegeben. Delta-Aktien legten im frühen New Yorker Handel zeitweise um über elf Prozent auf zwölf Dollar zu.

"Deltas Zahlen für das erste Quartal waren schwach, aber im Rahmen der Erwartungen", sagte Gary Chase von Lehman Brothers. Es werde weiter davon ausgegangen, dass Delta am besten auf die gegenwärtigen Abwärtstrend vorbereitet sei. Die Luftfahrtbranche hat wegen des Irak-Krieges und der Lungenkrankheit SARS massive Einbrüche zu verzeichnen. Am Mittwoch hatte die zum Konzern AMR gehörende größte Fluggesellschaft der Welt, American Airlines, nach Konzessionen der Flugbegleiter einen Antrag auf Insolvenz gerade nochmal abwenden können.

Delta wies für das erste Quartal einen leicht erhöhten Umsatz von 3,2 (Vorjahr 3,1) Milliarden aus. Vor Sonderposten habe der Verlust 426 Milliarden Dollar oder wie von Analysten auch im Schnitt erwartet 3,51 Dollar je Aktie betragen. Wegen der rückläufigen Nachfrage will Delta im April und Mai 200 Piloten beurlauben. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 hatte das Unternehmen bereits 18 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen.

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