US-Fluggesellschaften hoffen auf erneute Staatshilfe
Verlust bei Delta fällt höher aus als erwartet

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines wird im laufenden Quartal einen Verlust von 350 Mill. $ ausweisen. Bislang hatte der Konzern ein Minus von 225 Mill. $ erwartet.

tor NEW YORK. Zudem kündigte das Unternehmen die Entlassung von 1500 Flugbegleitern an. Der Kurs der Delta-Aktien sank daraufhin am vergangenen Freitag in New York zeitweise um bis zu 28 %.

Delta begründete den höheren Verlust und den Stellenabbau mit zu optimistischen Prognosen in der Vergangenheit. Insbesondere das Reisegeschäft im Frühling und Sommer blieb weit hinter den Erwartungen der US-Fluggesellschaften zurück.

Die Aussichten für die Zukunft sind kaum besser: "Das Umfeld für Nachfrage und Umsatz bleibt schwach", teilte Delta mit. Für die Monate Juli bis September erwartet die Fluggesellschaft einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum unveränderten Umsatz von 3,4 Mrd. $.

Die US-Airlines werden nach einer Schätzung von Delta und American Airlines in diesem Jahr Verluste von insgesamt 7,5 Mrd. $ machen. Die Branche hofft deshalb auf erneute Staatshilfen aus Washington. Kürzlich musste der Anbieter US Airways Gläubigerschutz beantragen. Der Lufthansa-Partner United Airlines ringt gegenwärtig mit den Gewerkschaften, um einen Konkurs noch abwenden zu können.

Delta kündigte für das vierte Quartal einen Sonderaufwand von 700 bis 800 Mill. $ an. Die Summe soll Pensionsverpflichtungen, den Schuldendienst und anhaltende Verluste seit dem vergangenen Jahr abdecken.

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