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US-Flugverbot soll noch am Donnerstag aufgehoben werden

Zwei Tage nach den Terrorschlägen haben die USA am Donnerstag ihren Luftraum wieder für den zivilen Flugverkehr frei gegeben. Verkehrsminister Norman Mineta kündigte an, dass ab 11.00 Uhr New Yorker Zeit (17.00 Uhr MESZ) kommerzielle und private Flüge wieder starten dürfen.

ap WASHINGTON. Reisende sollten sich wegen verschärfter Sicherheitsmaßnahmen aber auf langsamere Abfertigungen einstellen. Mineta riet Passagieren, sich bei ihren Fluggesellschaften über den Flugplan und zur Verfügung stehende Kapazitäten zu informieren "Es wird einige Unannehmlichkeiten geben, aber Sicherheit wird das erste Element unseres Systems sein, das wieder hergestellt wird", sagte er in einer vom Weißen Haus veröffentlichten Erklärung.

Die Freigabe von Flughäfen sowie die Erteilung von Startgenehmigungen erfolge von Fall zu Fall und nur nach der Anwendung strengster Sicherheitsstandards, sagte Mineta. "Dieses stufenweise Vorgehen wird das Höchstmaß an Sicherheit garantieren, was unser Hauptziel bleibt", erklärte der Minister. Er hatte am Mittwoch stärkere Polizeipräsenz auf Flughäfen angekündigt. Das Justizministerium regte an, bei der Wiederaufnahme des Flugverkehrs in jeder Maschine auch Sicherheitsleute mitfliegen zu lassen. Mineta bezeichnete die Freigabe des Luftraums als "gute Nachricht für Reisende, für die Fluggesellschaften und für unsere Wirtschaft."

Air France nahm am Donnerstag die Flugverbindungen mit den USA wieder auf. Drei Maschinen sollten am Nachmittag von Paris aus nach New York und Washington starten, wie die französische Fluggesellschaft mitteilte.

Sondertreffen der EU-Verkehrsminister

Die Verkehrsminister der EU-Staaten kommen am (morgigen) Freitagabend in Brüssel zusammen, um nach den Anschlägen in den USA über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im europäischen Luftverkehr zu beraten. Der Ministerrat habe entschieden, eine formelle Sitzung einzuberufen, sagte eine Sprecherin der belgischen EU-Ratspräsidentschaft am Donnerstag in Brüssel.

Die EU-Außenminister hatten am Mittwoch auf einer außerordentlichen Sitzung in Brüssel beschlossen, dass als Folge der Terroranschläge die Sicherheitsmaßnahmen im europäischen Luftverkehr überprüft werden müssten. Damit beauftragten sie die Verkehrsminister. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums in Berlin vom Donnerstag könnte eine der zusätzlichen Maßnahmen darin bestehen, den Zugang zum Cockpit von Verkehrsflugzeugen zu erschweren. In der Diskussion sind unter anderem schusssichere Türen, etwa aus Panzerglas, mit besonderen Verschlussmechanismen.

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