US-Forscher finden Marker für den frühen Nachweis von Darmkrebs
Blutprobe gibt Hinweis auf Tumor

Wissenschaftler der University of Pittsburgh haben jetzt Proteine entdeckt, die gebildet werden, wenn sich eine Zelle zur Krebszelle umwandelt. Diese Proteine könnten als Turmormarker für eine Früherkennung von Darmkrebsmetastasen durch einen Labortest dienen.

wsa HAMBURG. Forscher arbeiten weltweit an Methoden, die es ermöglichen, die Entstehung von Darmkrebs möglichst früh zu erkennen. Denn nur wenn es gelingt, den Krebs nachzuweisen, bevor er sich auf andere Organe ausgebreitet hat, kann die Krebsbehandlung Erfolg haben.

Tumormarker sind durch Laboruntersuchungen nachweisbare Verbindungen in Blut, Urin oder Gewebe, deren Konzentration bei Wachstum eines Tumors zunimmt. Die Proteine könnten daher nicht nur früh vor einer Erkrankung warnen, sondern auch eine Kontrolle ermöglichen, ob sich nach einer Therapie wieder neue Tumoren bilden. Bei 35 bis 40 % aller Patienten mit Darmkrebs kommt es nach der Behandlung zu erneutem Tumorwachstum. Die meisten können dann nicht mehr geheilt werden.

Die US-Forscher untersuchten Lebergewebe von Darmkrebspatienten, in dem sich bereits Metastasen gebildet hatten. In den Kernen dieser Leberzellen fanden sie die Proteine, die in gesundem Gewebe nicht nachweisbar waren. "Mithilfe von Kernmatrix-Proteinen lassen sich die frühesten Veränderungen erkennen, die in einer Zelle ablaufen", sagt Robert Getzenberg, "deshalb haben wir uns diese Proteine genauer angesehen. Mit den derzeitigen bildgebenden Verfahren lassen sich mikroskopische Veränderungen, die Lebermetastasen anzeigen, nicht erkennen.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 52 000 Menschen an Darmkrebs. Die Krankheit wird hier vor allem durch Darmspiegelungen in der Krebsvorsorge diagnostiziert. Die Forscher wollen nun Antikörper herstellen, um die Tumormarker in Blut- oder Stuhlproben nachweisen zu können.

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