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US-Futures im Minus

Die Wall Street wartet auf einen leichteren Handelsstart: Der S&P 500 Future notiert sieben Punkte in der Verlustzone. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq rutscht 15 Punkte ins negative Terrain. Auch heute dürften Kursverluste im Technologiesektor die wichtigsten US-Aktienindizes belasten. Cisco zieht mit verhaltenen Prognosen für das laufende Quartal artverwandte Werte mit ins Minus.

Zu den vorbörslich am meisten gehandelten Aktien gehört zur Wochenmitte die Aktie von Cisco Systems. Der größte Netzausrüster konnte die Analystenerwartungen im vierten Quartal zwar mit einem Gewinn von zwei Cents pro Aktie erfüllen. Der Umsatz lagen jedoch mit 4,3 Milliarden Dollar am unteren Ende der Prognosen. Gegenüber dem Vorjahr gingen die Einnahmen um ein Viertel zurück. Der US-Markt habe zwar die Talsohle erreicht, sagte Cisco-Chef John Chambers, dafür sei die Nachfragesituation in Europa und Asien jedoch weiterhin schlecht. Der Umsatz im laufenden Quartal werde unverändert oder fünf Prozent niedriger als im vergangenen Vierteljahr ausfallen, prognostizierte der Vorstand. Das Brokerhaus Lehman Brothers senkt die Gewinnaussichten für 2002, behält aber die Kaufempfehlung fest. Credit Suisse First Boston schätzt die Lagerbestände als nach wie vor bedenklich hoch ein und geht von einem anhaltenden Preisdruck für die Produkte aus. Mit Cisco rutschen auch die Aktien von PMC-Sierra, Broadcom, Juniper Networks und Applied Materials in die Verlustzone.

Einen Blick auf den Einzelhandelssektor wirft das Brokerhaus Goldman Sachs. Nach der Welle von Entlassungen könnten die für die Erholung der US-Wirtschaft so wichtigen Konsumentenausgaben sinken, befürchten viele Marktteilnehmer. Die Genesung der Konjunktur könnte sich von Ende dieses Jahres auf Anfang nächsten Jahres verschieben. Diese Befürchtungen teilen die Analysten von Goldman Sachs nicht. "The consumer is fine", sagen sie, dem Verbraucher geht´s gut. Die Konsumentendaten dürften auch künftig zufriedenstellend ausfallen. Die Entwicklung der Löhne, die Steuerpolitik der Bush-Regierung und die sinkenden Energiepreise könnten den positiven Trend verstärken. Die Analysten rechnen damit, dass die Ausgaben im laufenden Halbjahr um 3,5 bis 4 Prozent steigen. Die Experten empfehlen das Papier von Wal-Mart mit "Market Outperformer". Die Aktie von Federal Department Store setzten sie auf "Market Performer".

Unterstützung erhält die Aktie von Microsoft von den Analysten von Salomon Smith Barney. Sie bestätigen am Morgen das Papier mit "Outperformer", nachdem die Anwälte des Softwarekonzerns Microsoft nun erreichen wollen, dass die Wettbewerbsklage gegen den Softwaregigant zurück vor den Supreme Court, der höchsten US-Gerichtsinstanz, kommt. Die Hoffnung: ein neuer Richter könnte über den Fall entscheiden. Im vergangenen Jahr hatte Richter Thomas Penfield Jackson am Supreme Court die Zerschlagung von Microsoft in zwei unabhängige Unternehmensteile angeordnet. Doch das US-Berufungsgericht in Washington erklärte das Urteil im Juni für nichtig. Die Entscheidung, ob es tatsächlich zu einer erneuten Anhörung und Verhandlung vor dem Supreme Court kommt, wird erst Ende Oktober erwartet.

Vorbörslich schwächer notiert die Aktie von Emulex. Der Netzausrüster hat im vierten Geschäftsquartal einen Verlust von 31,3 Millionen Dollar erwirtschaftet. Bleiben Sonderbelastungen jedoch unberücksichtigt, erwirtschaftete Emulex einen Gewinn von elf Cents pro Aktie und konnte die Analystenerwartungen leicht übertreffen. Dennoch reduziert das Unternehmen die Gewinn- und Umsatzprognosen für das laufende Quartal und das Gesamtjahr 2002. Das Investmentteam von US Bancorp Piper Jaffray senkte die Gewinnerwartung für 2002 von 55 auf 40 Cents pro Aktie.

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