US-Geheimdienst CIA wollte helfen
Die Hilferufe Abdul Haks per Telefon

Unmittelbar vor der Festnahme und Hinrichtung des afghanischen Milizenführers sind beim US-Geheimdienst CIA dringende Hilfeanrufe eingegangen.

dpa WASHINGTON. Unmittelbar vor der Festnahme und Hinrichtung des afghanischen Milizenführers Abdul Hak sind beim US-Geheimdienst CIA dringende Hilfeanrufe eingegangen. Sie kamen von Robert McFarlane, dem Sicherheitsberater von Ex-Präsident Ronald Reagan. Er war von Bekannten in Pakistan alarmiert worden, nachdem Hak über ein Satellitentelefon verzweifelt seinen Neffen angerufen hatte, berichtete die "New York Times" am Wochenende.

"Ich bin auf einer steilen Bergstraße abgeschnitten. Vor mir sind Taliban und hinter mir sind Taliban", sagte Hak per Telefon zu seinem Neffen in Pakistan. Der Neffe habe daraufhin den in Pakistan lebenden Amerikaner James Ritchie angerufen, der Haks geheime Expedition nach Afghanistan finanziert hatte. Ritchie rief seinerseits McFarlane an, der sofort das CIA-Operationszentrum alarmierte.

Wie die Zeitung weiter berichtete, versicherten die CIA-Agenten, sie würden helfen und ließen sich Haks genauen Aufenthaltsort geben. Kurz darauf wurde ein Luftangriff angeordnet, um Hak zu retten. Er sei aber zu spät gekommen, Hak wurde festgenommen und wenig später hingerichtet.

Hak hatte versucht, eine Koalition im Kampf gegen die Taliban aufzubauen. In den 80er Jahren hatte er gegen die sowjetischen Besatzungstruppen gekämpft und kannte aus dieser Zeit McFarlane. Damals war er mehrfach Gast im Weißen Haus.

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