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US-Gericht weist Kirch-Klage gegen Deutsche Bank und Breuer ab

Ein New Yorker Gericht hat die US-Klage des gescheiterten Medienunternehmens Leo Kirch gegen die Deutsche Bank und ihren Ex-Chef Rolf Breuer abgewiesen. Leo Kirch werde Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen, teilten seine Anwälte am Dienstag in New York mit. Er rechne sich weiterhin gute Chancen auf einen juristischen Sieg aus. Der heutige Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Breuer hatte Anfang 2002 in einem Interview in New York die Kreditwürdigkeit der Kirchgruppe in Zweifel gezogen. Nach Ansicht Kirchs führten die Aussagen zum Zusammenbruch des Imperiums.

dpa-afx NEW YORK. Ein New Yorker Gericht hat die US-Klage des gescheiterten Medienunternehmens Leo Kirch gegen die Deutsche Bank und ihren Ex-Chef Rolf Breuer abgewiesen. Leo Kirch werde Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen, teilten seine Anwälte am Dienstag in New York mit. Er rechne sich weiterhin gute Chancen auf einen juristischen Sieg aus. Der heutige Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Breuer hatte Anfang 2002 in einem Interview in New York die Kreditwürdigkeit der Kirchgruppe in Zweifel gezogen. Nach Ansicht Kirchs führten die Aussagen zum Zusammenbruch des Imperiums.

In der Fehde gegen Breuer hat Kirch damit nach einigen Etappensiegen in Deutschland einen Rückschlag erlitten. Das Gericht beschied, Breuer habe eine Meinungsäußerung von sich gegeben. Dies sei nach New Yorker Recht nicht strafbar. Breuer habe zudem selbst betont, dass er sich auf öffentlich erhältliche Informationen stütze. Die Äußerungen seien außerdem falsch gewesen.

Breuer hatte in dem umstrittenen Interview wörtlich gesagt: "Was alles man darüber lesen und hören kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen." Kirch witterte hinter dieser Aussage eine Verschwörung der Deutschen Bank gemeinsam mit dem US-Kabelfernsehkonzern Liberty Media, der damals an einen Einstieg in den deutschen Markt interessiert war.

Das Oberlandesgericht München hatte Kirch wegen der Äußerungen Breuers grundsätzlichen Anspruch auf Schadenersatz zugesprochen. Nach der Abweisung durch die New Yorker Richterin Naomi Reice Buchwald erklärten Kirchs Anwälte, die Entscheidung dieses niederrangigen Gerichts sei erst der Anfang der juristischen Auseinandersetzung.

Die Deutsche Bank teilte in einer Stellungnahme mit, man sei von Anfang an der Überzeugung gewesen, dass die Klage keine Aussicht auf Erfolg habe. Die zuständige Bundesrichterin habe festgestellt, dass keine Grundlage für den Vorwurf einer unerlaubten Handlung Breuers existiere.

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