US-Gerichtsurteil
Krebskranker Raucher erhält 37,5 Millionen Dollar

Ein amerikanischer Rechtsanwalt, der durch Krebs seine Zunge verloren hatte, hat 37,5 Mill. $ (39,6 Mill. Euro) Schadenersatz zugesprochen bekommen.

dpa MIAMI. Das Urteil eines Geschworenengerichts im US-Bundesstaat Florida war das erste von tausenden anhängigen Verfahren, in denen es um die Verteilung von 145 Mrd. $ Strafgeldern geht.

Diese Summe hatte eine andere Jury vor zwei Jahren nach einer Sammelklage für alle kranken Raucher Florida festgelegt. Es war das höchste je gegen die Zigarettenindustrie verhängte Strafgeld. Zahlen sollen führende Zigarettenhersteller wie die Liggett Group, die Chesterfield-Zigaretten herstellt, Brown & Williamson und Philip Morris. Die Zigarettenindustrie hat dagegen Berufung eingelegt

.

Der 76 Jahre alte John Lukacs hat 30 Jahre lang bis zu drei Päckchen Zigaretten am Tag geraucht. Er leidet an Mund- und Blasenkrebs. Seine Ärzte geben ihm noch sieben Monate zu leben. Weil der Rechtsanwalt und frühere Marinepilot schon vor 20 Jahren mit dem Rauchen aufhörte, argumentierten die Zigarettenhersteller, der Krebs müsse auf andere Ursachen zurückzuführen sein.

"Dieses Verfahren und das Urteil zeigen nur, wie unfair die ursprüngliche Entscheidung war. Wie sind zuversichtlich, dass das Berufungsgericht beide Entscheidungen umstoßen wird", sagte Jeff Raborn, Rechtsanwalt für den Zigarettenhersteller Brown and Williamson. Nach dem Strafgeldurteil muss jeder Raucher individuell nachweisen, dass seine Erkrankung auf das Rauchen zurückzuführen ist. Lukacs Fall war der erste, der vor Gericht entschieden wurde.

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