US-Gesandter setzt Nahost-Vermittlung fort
Hamas lehnt Gewaltverzicht ab

Der Nahost-Gesandte der USA, John Wolf, setzt am Dienstag seine Bemühungen um eine Rettung des Nahost-Friedensplans fort und kommt mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas zusammen.

Reuters GAZA-STADT. Das Treffen ist in Gaza-Stadt geplant, wo sich Abbas um einen Gewaltverzicht militanter Palästinenser-Gruppen wie der Hamas bemühen wollte. Am Montagabend war Wolf mit Israels Ministerpräsident Ariel Scharon zusammengekommen, wie der israelische Armee-Rundfunk berichtete. Die durch einen Selbstmordanschlag der Hamas ausgelöste jüngste Gewaltwelle hat den von US-Präsident George W. Bush unterstützten Friedensplan in Frage gestellt. In US-Regierungskreisen hieß es, möglicherweise werde Außenminister Colin Powell am Freitag nach Israel reisen, um sich an den Vermittlungsbemühungen zu beteiligen.

Ägyptische Vermittler scheiterten am Montag mit dem Versuch, die Hamas zu einem Gewaltverzicht zu bewegen. "Waffenstillstand bedeutet eine Kapitulation vor der Besatzung", sagte Hamas-Führungsmitglied Ismail Abu Schanab in Gaza-Stadt. Die Hamas lehnt den Plan ab und betreibt die Vernichtung Israels. Israels Ministerpräsident Scharon kündigte seinerseits eine Fortsetzung des Kampfes gegen die militanten Gruppen an, wenn die Palästinenser den Terrorismus nicht selbst bekämpften.

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