US-Geschäft belastet
Plaut rutscht tief in die roten Zahlen

Die Plaut AG ist in den ersten drei Quartalen 2001 vor allem wegen der Konjunkturverlangsamung in den USA in die roten Zahlen gerutscht und kündigte ein Restrukturierungsprogramm an. Für das Gesamtjahr erwarte Plaut, den prognostizierten Gesamtjahresumsatz von 315 Mill. Euro um rund zehn Prozent zu unterschreiten.

Reuters WIEN. Der Gewinn vor Zinsen, Abschreibungen, Restrukturierungskosten und Steuern (Ebitda) werde ohne der Restrukturierungskosten im vierten Quaral in Höhe von neun Mill. Euro erwartet, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Dienstag mit.

Plaut habe in den ersten neun Monaten 2001 einen Fehlbetrag von 9,1 (Vorjahr: plus 8,8) Mill. Euro oder 0,46 (0,44) Euro pro Aktie erzielt. Der Umsatz habe sich um um 4,8 % auf 216 Mill. Euro erhöht und das Ebitda sei auf 7,6 (18,8) Mill. Euro gesunken, teilte Plaut mit.

Die Restrukturierungskosten für das dritte Quartal 2001 würden sich auf 1,8 Mill. Euro belaufen. Somit entstehe im dritten Quartal ein konsolidierter Verlust nach Steuern und Restrukturierungsaufwendungen von 3,5 (Vorjahr: plus fünf) Mill. Euro.

Angesichts der kurzfristig ungünstigen Geschäftsaussichten sowie der Erwartung, dass auch die Software-Lizenzumsätze zum Jahresende hin deutlich niedriger ausfallen werden, gehe Plaut für das vierte Quartal 2001 von einem gegenüber dem dritten Quartal nur leicht höheren Umsatz aus.

Deutlichen Belastungen sei das Geschäft in Nordamerika ausgesetzt gewesen. Die Umsatzeinbußen, die Plaut dort infolge der ohnedies schwachen Konjunktur zu verzeichnet gehabt hatte, hätten sich nach dem 11. September noch weiter ausgeweitet.

Abgesehen von den Schwierigkeiten in Nordamerika hätten die eingeleiteten Maßnahmen zur Restrukturierung bereits zu Ergebnissen in Form deutlich verringerter Overhead-Kosten in Höhe von 3,8 Mill. Euro gegenüber dem Vorquartal geführt. Ziel des Restrukturierungsprogramm sei die Erhöhung der Profitabilität auf zehn Prozent des Operating Profit. Um dies zu erreichen, nehme Plaut auch ein geringers Umsatzwachstum in Kauf, teilte Plaut mit.

Zum 30. September 2001 beschäftige Plaut 1874 Mitarbeiter, somit sechs weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Im Zuge des Resttrukturierungsprogramm müsse es insbesondere in den USA zu weiteren Mitarbeiterreduktionen kommen. Weitere Maßnahmen seien unter anderem die Konsolidierung der Büros, Die Einstellung unprofitabler Produkt- und Service-Angebote und die Abstoßung unterdurchschnittlich profitabler Unternehmensteile durch Verkauf oder Schließung, teilte Plaut mit.

Plaut notierten zuletzt bei 2,61 (2,70) Euro leichter. Seit Jahresbeginn haben Plaut 86,62 % ihres Wertes eingebüßt, während der Nemax-50 rund 63 % verloren hat.

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