US-Geschäft läuft gut
Personalkosten belasten Ergebnis von Zapf Creation

Der Puppenhersteller Zapf Creation hat im ersten Quartal 2002 bei gestiegenem Umsatz vor allem auf Grund höherer Personalkosten einen Gewinnrückgang verzeichnet.

Reuters MÜNCHEN. "Der im letzten Jahr abgeschlossene Aufbau eigener Vertriebsgesellschaften belastet überwiegend die Quartale eins und zwei", sagte Finanzvorstand Rudolf Winning am Mittwoch in München. So hätten höhere Personalkosten und Abschreibungen das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den ersten drei Monaten um 14 Prozent auf 1,9 Millionen Euro gedrückt.

Für das Gesamtjahr strebe Winning weiterhin einen Umsatzanstieg von rund 15 Prozent an. Trotz höherer Abschreibungen solle auch das Ebit 2002 um rund 15 Prozent zulegen. Angesichts eines rückläufigen Marktes für Spielwaren in Deutschland wolle Zapf Creation seine Marktposition im Ausland weiter ausbauen. Neue Kunden sollen mit dem Einstieg in das Minipuppensegment gewonnen werden.

Gutes US-Geschäft

Während der Quartalsüberschuss in den ersten drei Monaten um 17 Prozent auf eine Millionen Euro gefallen sei, habe das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um drei Prozent auf 3,1 Millionen Euro zugelegt. Dank einer guten Geschäftsentwicklung in den USA habe sich der Umsatz im ersten Quartal um zehn Prozent auf 29,4 Millionen Euro erhöht. Vor allem leere Regale nach dem Weihnachtsgeschäft hätten den Umsatz angekurbelt, sagte Winning. In Deutschland sei der Umsatz angesichts des verhaltenen Konsumklimas jedoch um 4,5 Prozent auf 13,5 Millionen Euro zurückgegangen.

Den Aktionären wolle die im Nebenwerteindex Mdax gelistete Zapf Creation für das abgelaufene Geschäftsjahr eine auf 0,65 (Vorjahr: 0,60) Euro je Aktie erhöhte Dividende vorschlagen. Der Puppenhersteller erzielte 2001 bei einem Umsatz von 193,1 (2000: 164,9) Millionen Euro ein Ebit von 26,4 (23,4) Millionen Euro. Der Jahresüberschuss habe auf sich 16,4 (15,3) Millionen Euro erhöht.

Zapf setzt 2002 auf Internationalisierung

Im laufenden Jahr wolle Zapf Creation seine Internationalisierung vorantreiben. Vor allem in den USA solle der Marktanteil in den nächsten drei Jahren auf zehn Prozent von derzeit vier Prozent erhöht werden. Bereits in den ersten Monaten dieses Jahres seien dort neue Kunden gewonnen worden, sagte Winning. Marktwachstum verspricht sich der Finanzvorstand auch in Großbritannien/Irland, Spanien/Portugal sowie Frankreich. In Deutschland, wo Zapf Creation nach eigenen Angaben bereits einen Marktanteil von 63 Prozent hält "sehen wir noch Potential bis auf rund 70 Prozent", sagte Winning. Für 2002 plane Zapf Creation auch den Einstieg in das Minipuppensegment. Die neue Puppenwelt im Kleinformat bestehe zunächst aus sieben verschiedenen Puppenzimmern, die zusammengesetzt ein Haus ergäben, sagte Vorstandschef Thomas Eichhorn.

Die Zapf-Aktien lagen gegen Mittag rund 0,6 Prozent im Plus bei 26,25 Euro.

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