US-Geschäft läuft schleppend
Rémy Cointreau legt gute Zahlen vor

Der französische Spirituosen- und Weinhersteller bleibt dem französischen Branchenführer Pernod Ricard S.A. auf den Fersen. Rémy Cointreau hat für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2001/02 gute Zahlen vorgelegt.

HB PARIS. Das operative Ergebnis stieg bis Ende September 2001 um 18,5 % auf 97,9 Mill. Euro. Im Vorjahreszeitraum hat Rémy Cointreau ein operatives Ergebnis von 82,7 Mill. Euro erwirtschaftet, jedoch ohne das Ergebnis der niederländischen Firma Bols, die Rémy Cointreau im Sommer 2000 gekauft hatte. Der Umsatz stieg um 23,7 % auf 480 Mill. Euro (Vorjahreszeitraum 388 Mill. Euro).

Mit 91 Cent blieb das operative Ergebnis je Aktie auf Vorjahresniveau. "Das Ergebnis wurde durch ein schlechtes US-Geschäft belastet", sagte die Vorstandsvorsitzende Dominique Hériard Dubreuil in einem Pressegespräch.

Analysten äußerten sich zufrieden über das Ergebnis. Joseline Gaudino von der Bank Société Générale vergleicht Rémy Cointreau aber nicht mit anderen Getränkeherstellern wie Diageo oder Pernod Ricard. Die Sortimente seien zu unterschiedlich. Pernod Ricard hatte sich durch den Zukauf der Seagram-Gruppe verstärkt.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Vorstandsvorsitzende ein Gewinnwachstum von 5 %. Strategisch wolle man vor allem die Geschäfte in den USA und Asien verbessern und in Wachstumsmärkte wie China, Russland und Osteuropa vordringen. In Polen möchte Rémy Cointreau in zwei Jahren die Marktführerschaft bei Wodka und einen Marktanteil von rund 20 % erreichen. Derzeit ist der französische Getränkehersteller mit zwei Wodkamarken in Polen präsent und will im Frühjahr 2002 eine weitere Marke auf den Markt bringen.

Wie Finanzvorstand Bruno Mouclier ankündigte, sollen Beteiligungen im Wert von 100 Mill. Euro veräußert werden, darunter auch die deutsche Marke Asbach, die für 19 Mill. Euro abgegeben werden soll.

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