US-Gewinnwarnung belastet
Neuer Markt: Indizes schließen im Minus

Nach einer schwächeren Eröffnung der US-Computerbörse NASDAQ hat der Frankfurter Neue Markt zum Wochenausklang im Minus geschlossen. Der Index der 50 wichtigsten Wachstumswerte, der Nemax 50 , verlor 0,88% auf 1 696,42 Stellen. Der Nemax All Share notierte um 0,25% niedriger mit 1 755,85 Punkten.



dpa-afx FRANKFURT. Das eigentliche Ereignis sei nach den Zugewinnen des Vormittags, dass der Handel am Nachmittag noch einmal unter Druck geraten sei, hieß es auf dem Parkett. "Mit dem Dow unter 11.000 Punkten und einem Minus an der NASDAQ von 2,5% können wir uns hier nicht mehr halten", sagte ein Händler. Die Umsätze seien allerdings weiterhin gering, die Investoren "nach wie vor sehr zögerlich."

Konton Embedded Computers gaben am Tag der Hauptversammlung 6,71% auf 55,60 Euro ab. Der Mini-Computer-Hersteller Kontron hatte einen Aktiensplit beschlossen. Die Zahl der Aktien solle auf gut 24 Mio. Stück verdoppelt werden. Der Split, bei dem es für eine alte zusätzlich jeweils eine neue Aktie gibt, soll in den kommenden Wochen vollzogen werden.

Adva verlieren deutlich

Adva Optical Networking sanken um 7,46% auf 8,68 Euro. Der US-Netzwerkausrüster Juniper Networks - der wichtigste Wettbewerber von Cisco Systems - hatte zuvor eine Gewinnwarnung ausgegeben. Der Gewinn je Aktie werde sich auf 8 bis 9 Cents belaufen, hieß es. Analysten hatten laut einer Befragung von Thomson Financial/First Call im Durchschnitt 24 Cent erwartet.

Auf der Gewinnerseite fanden sich SAP Systems Integration mit einem Plus von 5,09% auf 22,70 Euro. Fantastic verbesserten sich um 5,36% auf 1,18 Euro und führten damit die Gewinnerliste an. Das auf Datentransmission spezialisierte Unternehmen hatte neue Technologien zugekauft. Ob die Kursbewegung auf den Zukauf zurückzuführen sei, blieb unklar. Zum "fantastischen Thema" herrschte in den meisten Handelsräumen Funkstille. Der Wert wird nur noch von wenigen Banken beobachtet. "Die sind unter zehn. Da gucken wir gar nicht hin", sagte ein Händler. "Die sind unwichtig", hieß es.

Rösch brechen ein

Größter Verlierer im Gesamtmarkt war die Rösch AG. Die Aktie verlor 38,78% auf 13,80 Euro. Der Medizintechnikspezialist hatte am Morgen einen Verlust in Höhe von 4,1 Mio. Euro (nach HGB) veröffentlicht. Damit unterbot das Unternehmen die eigenen Planzahlen um 32%.

Die Aktie eines weiteren Medizintechnik-Herstellers gab am Freitag ihr Börsendebut: Pulsion Medical Systems sind am Freitag am Neuen Markt knapp über dem Ausgabepreis von 7,00 Euro gestartet und haben zu 7,05 Euro geschlossen. "Dafür, dass es erst im zweiten Anlauf geklappt hat, sind wir zufrieden", sagte eine Unternehmenssprecherin in München. Im März hatte das Unternehmen den Börsengang wegen des schlechten Marktumfeldes kurzfristig abgesagt.

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