US-Handelsbeginn mit Spannung erwartet
Euro im europäischen Handel stetig

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat sich nach der Veröffentlichung des Reuters-Service-Index stetig nahe des im Fernen Osten erreichten Niveaus präsentiert. Händlern zufolge wartet der Markt auf die im Verlauf des Vormittags anstehende Veröffentlichung einer Reihe weiterer Konjunkturdaten aus der Euro-Zone. Spannender dürfte jedoch der Handelsbeginn in den USA nach dem langen Feiertagswochenende sein, hieß es. Dabei werde sich zeigen, ob der Euro die Barriere von 0,90 $ wieder überwinden oder sogar erneut an Boden verlieren werde. Aussagen von Japans EPA-Minister Taichi Sakiya, Japan fühle sich bei einem Kurs zwischen 100 und 110 Yen gut, hätten etwas Druck vom Kurs der US-Valuta genommen.

Gegen 09.40 Uhr kostete der Euro 0,8965/68 nach einem letzten Kurs am Vorabend im Nordamerikageschäft von 0,8979/83 $. Die US-Valuta notierte mit 106,28/29 (105,79/87) Yen.

Der Reuters-Service-Index stieg im August saisonbereinigt auf 57,5 (57,1) Punkte, teilte die Forschungsgruppe NTC Research, die den Index für Reuters ermittelt, am Dienstag mit. Damit zeigt der Index seit 16 Monaten ein Wachstum des Sektors an. Das Wachstumstempo beschleunigte sich zum dritten Mal in Folge. Nach Angaben von NTC sorgten steigende Auftragszahlen für die rege Geschäftstätigkeit. Zwar sei der saisonbereinigte Neuauftrags-Index im August auf 55,8 (56,3) Punkte gesunken, die Zuwachsrate beim Neugeschäft sei jedoch immer noch hoch genug, um die Zahl der unerledigten Aufträge weiter steigen zu lassen. Der saisonbereinigte Auftragsrückstände-Index habe bei 52,1 (52,2) Punkten gelegen.

Keine großen Überraschungen erwartet der Markt nach Aussage von Händlern von der Veröffentlichung des Reuters-Eurozone-Service Index und Composite-Output-Index für August für die Euro-Zone. Das Gleiche gelte für die um 12.00 Uhr aus Brüssel erwartete die Geldmenge M1 der Euro-Elf-Zone für Juli, die Erzeugerpreise der Euro-Elf-Zone für Juli und die Arbeitslosenzahlen der Euro-Elf-Zone für Juli.

Überwindet der Euro die 0,90-Dollar-Marke?

Mit Spannung warte man auf den Eintritt der US-Investoren in den Handel am Nachmittag, sagten Händler. Dabei stelle sich die Frage, ob es dem Euro bei wieder umfangreicheren Handelsvolumina gelingen werde, die Barriere von 0,90 $ wieder zu überwinden. Einige Akteure hegten daran Zweifel. Die Währung sei weiterhin sehr anfällig.

Der Dollar habe dagegen bereits im Fernen Osten von Äußerungen von EPA-Minister Sakaiya profitiert und zum Yen wieder etwas Boden gutgemacht, hieß es im Handel. Dabei sei die Feststellung des Ministers, wonach sich Japan bei einem Wechselkurs zum $ von 100 bis 110 Yen gut fühle, offenbar mehr am Markt beachtet worden als die des stellvertretenden Finanzministers für internationale Angelegenheiten, Haruhuko Kuroda. Dieser hatte bekräftigt, dass der Wechselkurs die wirtschaftlichen Fundamentaldaten berücksichtigen müsse. Die wirtschaftliche Erholung in Japan sei nicht so stark wie in den USA. Ein Mitarbeiter des Ministeriums, Zembei Mizoguchi, hatte sogar gewarnt, der Anstieg des Yen-Kurses sei ungünstig für die Wirtschaft.

Volkswirten zufolge geht ein großer Teil des Yen-Anstiegs auf Spekulationen um die in der nächsten Woche anstehende Veröffentlichung der Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Japan zurück. Volkswirte haben im Durchschnitt ein Wachstum des BIP im zweiten Quartal 2000 mit einer Rate von 0,9 % vorausgesagt.

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