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US-Handelsdefizit im April leicht gefallen

dpa WASHINGTON. Das US-Handelsbilanzdefizit ist im April nach dem starken Anstieg im März leicht gefallen. Die Exporte gingen zwar im zweiten Monat hintereinander zurück, doch fielen die Einfuhren noch stärker, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten angesichts der schwachen US- Konjunktur mit einem stärkeren Rückgang des Defizits gerechnet.

Das Defizit ging im Vergleich zum Vormonat um 2,7 % auf 32,2 Mrd. Dollar (37,7 Mrd Euro/73,7 Mrd DM) zurück. Das März- Ergebnis, gekennzeichnet durch hohe Öl- und Verbrauchsgüterimporte, war leicht nach oben revidiert worden. Die Einfuhren nahmen um 2,2 % auf 119,1 Mrd. Dollar ab. Bei Material für Büroausstattungen wurde so wenig eingeführt wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Die Exporte fielen um 2 % auf 86,9 Mrd. Dollar. Auch hier waren neben weniger Aufträgen für Industriegüter auch Büroausstattungen betroffen.

"Mit fallenden Export- und Import-Aufträgen, fallenden Lieferungen und fallender Nachfrage bereitet die Weltwirtschaftslage Sorge", sagte Lara Rhama, Volkswirtin beim Brokerhaus Brown Brothers Harriman in New York, der Agentur Bloomberg. Die schwache US-Konjunktur wirke sich inzwischen auch direkt bei den Handelspartnern aus. Der trotz schwacher Wirtschaft starke Dollar ist für die amerikanischen Exporteure eine zusätzliche Hürde. Der Dollar legte seit Beginn des Jahres fast 10 % gegen einen Korb mit Währungen der 37 größten Handelspartner zu. Gegenüber dem Euro gewann der Dollar im 2. Quartal gut 2 %.

Von Januar bis April betrug das Defizit 127,2 Mrd. Dollar, verglichen mit 116,8 Mrd. in der Vergleichszeit des Vorjahres. Im vergangenen Jahr erreichte das Handelsdefizit die Rekordmarke von 369 Mrd. Dollar.

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