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US-Heer: Keine «systematische» Folter

Washington (dpa) - Die Gefangenenmisshandlungen durch US-Soldaten im Irak und in Afghanistan waren nicht «systematisch», sondern ein Fehlverhalten einzelner Personen, die sich nicht an Bestimmungen hielten. Das wird in einem Bericht des Inspekteurs der Teilstreitkraft, Paul Mikolashek, betont, der am Donnerstag in Washington veröffentlicht wurde. Dem Report zufolge sind im Zuge von Untersuchungen im Irak und in Afghanistan 94 Fälle von erwiesenen oder möglichen Misshandlungen einschließlich Diebstahls seit Ende 2001 aufgedeckt worden.

Washington (dpa) - Die Gefangenenmisshandlungen durch US-Soldaten im Irak und in Afghanistan waren nicht «systematisch», sondern ein Fehlverhalten einzelner Personen, die sich nicht an Bestimmungen hielten. Das wird in einem Bericht des Inspekteurs der Teilstreitkraft, Paul Mikolashek, betont, der am Donnerstag in Washington veröffentlicht wurde. Dem Report zufolge sind im Zuge von Untersuchungen im Irak und in Afghanistan 94 Fälle von erwiesenen oder möglichen Misshandlungen einschließlich Diebstahls seit Ende 2001 aufgedeckt worden.

Diese Ermittlungen zeigten, dass es sich um individuelle Verstöße gegen geltende Regeln und Werte handele, sagte Heeresgeneral Les Brownlee vor dem Streitkräfteausschuss des Senats. Sowohl Brownlee als auch Mikolashek sprachen zudem vom «Versagen einiger weniger militärischer Führer, die es versäumt hätten, «Standards der Disziplin» durchzusetzen und sicherzustellen, dass die Regeln befolgt würden. «Sie hätten wissen müssen, dass diese Art von Vorfällen falsch waren und dass sie hätten gestoppt werden müssen», sagte der Heeresinspekteur. Die von ihm angeführten 94 Fälle liegen in der Zahl deutlich über Schätzungen des Verteidigungsministeriums vor wenigen Wochen.

Im April waren Bilder von Misshandlungen durch US-Soldaten im irakischen Gefängnis Abu Ghoreib um die Welt gegangen und hatten international Empörung ausgelöst. «Das Heer hat strafrechtliche Ermittlungen in diesen Fällen eingeleitet, und wir haben und werden angemessene rechtliche Maßnahmen ergreifen», versicherte Brownlee.

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