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US-Indizes im Minus

Die Ungewissheit über die Präsidentschaftswahl wirkt sich negativ auf den New Yorker Markt aus. Beide Indizes haben im Minus eröffnet. Den Nasdaq 100 Index drücken zudem die enttäuschenden Ergebnisse von Dell Computer.

Al Gore zieht in Erwägung, die Wahl anzufechten. Weitere Staaten sollen neu ausgezählt werden. Daher erfahren die Amerikaner in frühestens einer Woche, wer ihr neuer Präsident wird. Doch auch für die Zeit nach der Marathon-Wahl sehen einige Investoren schwarz: "Wer auch immer Präsident wird, hat eine zu starke Opposition."



Dell

fällt mit über 16 Prozent in den Abgrund. Der Computer-Konzern reduzierte die Umsatzprognosen für das kommende Geschäftsjahr um zehn Prozentpunkte. Statt des bisher anvisierten Umsatzwachstums von 30 Prozent erwartet der Konzern nur noch einen Anstieg von 20 Prozent. Auch die gestern vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal konnten nicht für Euphorie sorgen. Zwar konnte der Konzern mit einem Gewinn von 25 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 8,26 Milliarden Dollar die Konsensschätzungen für das dritte Quartal erfüllen. Der Umsatz stieg allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 22 Prozent, der niedrigste Anstieg seit sechs Jahren.



Die Aktien der Dell Konkurrenten IBM, Compaq und Gateway fallen. Belastend wirken sich die Befürchtungen vor Absatzschwierigkeiten von Computern auch auf den Chipsektor aus. Intel startet als Dow Jones und Nasdaq Index Verlierer in den Tag. Morgan Stanley stuft den weltgrößten Chiphersteller am Morgen ab.



Schwächer notieren Glasfaserwerte wie JDS Uniphase und Netzwerkausstatter wie Cisco und Network Appliances.



Entgegen dem allgemeinen Trend kann Nvidia am Morgen zulegen. Der größte Hersteller von Computergrafik-Chips hat erfreuliche Geschäftszahlen vorgelegt. Im dritten Quartal wurde der Gewinn gegenüber dem Vorjahr nahezu verdreifacht. Im abgelaufenen Quartal hat Nvidia Aufträge von den Computerhersteller Gateway und Compaq gewonnen. Zudem ist es dem Unternehmen gelungen, Marktanteile des Konkurrenten ATI Technologies zurück zu gewinnen.



Walt Disney

eröffnet als Dow Jones Gewinner. Das Medienkonglomerat erfährt heute Unterstützung von Goldman Sachs. Die Investmentbank bestätigt Disney auf der Empfehlungsliste. Gestern rutschte die Aktie über zehn Prozent ab. Spekulationen über geringere Werbeeinnahmen in den kommenden Quartalen belasteten den gesamten Mediensektor.



Schlechte Zeiten erleben die US-Telefongesellschaften. Die Aktienkurse von Worldcom sind gestern auf ihr Dreijahrestief gefallen. Laut dem Brokerhaus Lehman Brothers sieht die zweitgrößte Telefongesellschaft in den USA auch weiterhin Schwierigkeiten entgegen. Der große Konkurrent AT&T verschärfe die Bemühungen, die Marktanteile im Daten- und Internetgeschäft zu steigern. AT&T, die größte Telefongesellschaft in den USA, legt weitere Pläne zur Umstrukturierung des Unternehmens vor. Wie die Financial Times berichtet, überlegt AT&T, die Liberty Media Group zu verkaufen. Der Verkauf dieses Geschäftsfeldes soll die amerikanischen Wettbewerbsbehörden beschwichtigen und die Übernahme der MediaOne Group ermöglichen. AT&T und Worldcom verlieren im frühen Handel.



AOL und Time Warner eröffnen schwächer. Heute kursieren Gerüchte, dass die amerikanische Wettbewerbsbehörde den Unternehmen mehr Zeit einräumen wird, um Einzelheiten über die geplante Fusion vorzulegen.

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