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US-Indizes schließen auf Vortagesschlussstand

Fast hätten es die US-Märkte einheitlich ins Plus geschafft. Nach einem ewigen Auf und Ab in der Verlustzone hielten die Börsenbarometer am späten Nachmittag ihre Nase kurz ins Plus. Für einen grünen Handelsschluss beim Nasdaq Index reichte das dann jedoch nicht.

Das Börsenbarometer der High-Tech-Werte ging mit einem leichten Kursverlust von 0,15 Prozent auf 1963 Punkten aus dem Rennen. Der Dow Jones schloss fast unverändert mit einem Plus von 0,05 Prozent auf 10 298 Zählern. Die Kursgewinne bei Home Depot, Procter & Gamble und General Motors konnte die Verluste erfolgreich begrenzen. Vor allem Brokeraktien tendierten schwächer.

Das Investmenthaus UBS Warburg senkte die Gewinnerwartungen für das dritte Quartal, das laufende und das kommende Geschäftsjahr sowohl für Goldman Sachs und Lehman Brothers als auch Merrill Lynch und Morgan Stanley Dean Witter. Die Banken hätten nicht rechtzeitig und aggressiv genug an der Kostenschraube gedreht, so die Experten. Neben der lahmenden US-Wirtschaft und der schlechten Situation auf dem Aktienmarkt belasten auch die niedrigen Einnahmen im Investmentbanking-Bereich die Entwicklung.

Pharmariese Schering-Plough erging es nicht besser. Der Konzern stand auf der Verliererliste, nachdem bekannt wurde, dass dem Unternehmen gleich zwei Klagen ins Haus stehen. Ein Verband amerikanischer Verbraucherschützer macht Schering-Plough für den Tod von 17 Patienten verantwortlich, die fehlerhafte Asthma-Inhalatoren benutzt hatten. Eine weitere Verbraucherschützer-Allianz klagt gegen die angeblich irreführende Werbung für das Antihistamin "Claritin". Der Konzern bewerbe ein zu teures, allerdings oft unwirksames Medikament für Allergiker und täusche so den Verbraucher, sagte ein Sprecher der Klägergruppe. Eine Schering-Plough-Sprecherin erklärte, man sehe dem Prozess gelassen entgegen. Die Aktie verlor 0,26 Prozent.

Kursgewinne konnten dagegen Biotechnologieaktien verbuchen. Am Donnerstagabend wird US-Präsident George W. Bush bekannt geben, ob die äußerst umstrittene Forschung an menschlichen Embryonen mit Zuschüssen aus dem Staatshaushalt unterstützt wird. Wenige Stunden vor der Entscheidung zeigte sich der Markt zuversichtlich. Die Aktien der drei Biotechnologie-Unternehmen Geron, Stemmcells und Aastrom Biosciences legten am Donnerstag stark zu. Auch Amgen konnte an Wert zulegen.

Neuigkeiten bewegten auch die Aktien der Fluglinien. US Airways, die sechstgrößte Fluggesellschaft in den USA, ist heiß begehrt. Global Air bietet zehn Milliarden Dollar in Aktien und Cash. US Airways hatte den ersten Annäherungsversuch von Global Air wegen fehlender Glaubwürdigkeit abgelehnt. Global hat in diesem Jahr bereits versucht, die bankrotte Trans World Airlines zu übernehmen. Die Aktie von US Airways gewann fast ein Prozent. Zumindest vereinzelt tendierten die Einzelhandelswerte freundlich. Das Papier von Home Depot gewann 1,2 Prozent und stand ganz oben auf der Gewinnerliste der Dow Jones Werte. Die Investmentbank Deutsche Banc Alex Brown geht davon aus, dass die Baumarktkette die Gewinnerwartungen im abgelaufenen Quartal um einen Penny pro Aktie übertreffen wird.

Die Aktie von Wal-Mart schloss dagegen mit 0,6 Prozent im Minus, obwohl der größte US-Einzelhandelskonzern die Verkaufszahlen im Juli um 6,3 Prozent hatte steigern könnten. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen einen Anstieg um 5,3 Prozent verbucht. Wal-Mart konnte vor allem mit Discountangeboten Kunden in die Geschäfte locken.

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