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US-Investor will Wohnungsgesellschaft Gagfah an die Börse bringenDPA-Datum: 2004-07-19 15:03:33

(dpa-AFX) Essen/Berlin - Der US-Investor Fortress will die für rund 2,1 Milliarden Euro vom Bund gekaufte Essener Wohnungsgesellschaft Gagfah mittelfristig an die Börse bringen. Dieser Schritt sei in drei bis vier Jahren geplant, teilte Fortress am Montag mit. Die Übernahme der traditionsreichen Gesellschaft von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) sei aber ein langfristiges Engagement und solle Basis für weitere Aktivitäten in Deutschland sein. Neben dem Handel mit Wohnungen böten auch Stadtwerke interessante Geschäftschancen.

(dpa-AFX) Essen/Berlin - Der US-Investor Fortress will die für rund 2,1 Milliarden Euro vom Bund gekaufte Essener Wohnungsgesellschaft Gagfah mittelfristig an die Börse bringen. Dieser Schritt sei in drei bis vier Jahren geplant, teilte Fortress am Montag mit. Die Übernahme der traditionsreichen Gesellschaft von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) sei aber ein langfristiges Engagement und solle Basis für weitere Aktivitäten in Deutschland sein. Neben dem Handel mit Wohnungen böten auch Stadtwerke interessante Geschäftschancen.

Zum Schutz der Mieter in den derzeit 82.000 Wohnungen seien feste Standards vereinbart worden, sagte Matthias Moser, Geschäftsführer von Fortress Deutschland. "Mit uns wird es keine Kündigungen oder Luxussanierungen geben." Der Spielraum für Mieterhöhungen sei stärker als gesetzlich vorgegeben beschränkt. Für die 1.000 Beschäftigten gelte ein zehnjähriger Verzicht auf ordentliche Kündigungen. Sitz der Gemeinnützigen Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten (Gagfah) bleibe Essen. Fortress muss die Anteile für mindestens zehn Jahre halten, ausgenommen ein Verkauf von bis zu 49 Prozent über die Börse. Für Kleinanleger könne dies interessant sein, sagte Moser.

Mit ihren Wohnungen in guten Lagen von 147 deutschen Städten und einem Leerstand von nur zwei Prozent biete die Gagfah erhebliches Wachstumspotenzial. Da weitere öffentliche Wohnungsgesellschaften zur Privatisierung anstehen, solle der Bestand in fünf Jahren auf mehr als 100.000 eigene Wohnungen wachsen. Die Gagfah solle dann nicht nur Immobilien verwalten, sondern mit Wohnungen handeln, indem sie diese vorzugsweise an die Mieter verkauft.

Außer Wohnungen interessiert sich die Fondsgesellschaft mit Sitz in New York für weitere öffentliche Aktivitäten in Deutschland, deren Vermögenswerte bisher oft nicht optimal ausgeschöpft würden. Neben Stadtwerken seien auch Finanzdienstleistungen und Infrastruktur interessante Branchen, hieß es mit Blick auch auf Transport- Unternehmen wie die bundeseigene Deutsche Bahn. Fortress war nach eigenen Angaben auch am Konsortium beteiligt, das 2003 für den letztlich gescheiterten Verkauf der Bankgesellschaft Berlin geboten hatte.

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