Archiv
US-Investoren: Deutsche Bank soll sich an Bankgesellschaft beteiligen

An einer Übernahme der Bankgesellschaft Berlin will eine Investorengruppe laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) auch die Deutsche Bank beteiligen.

Reuters FRANKFURT. In der Samstagausgabe hieß es unter Berufung auf Frankfurter Finanzkreise, der US-Investmentbanker Christopher Flowers wolle die Deutsche Bank für das Projekt gewinnen. Eine Entscheidung der größten deutschen Bank stehe aber noch aus. Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte Reuters, er wolle über eine Beteiligung nicht spekulieren. Wenn es aber dazu kommen sollte, würde dies nicht strategische Interessen signalisieren, sondern allein finanzielle, fügte er hinzu.

Die Investorengruppe um Flowers wolle mindestens vier Mrd. DM zur Verfügung stellen, um den wegen Immobiliengeschäften in Schieflage geratenen Berliner Bankkonzern zu übernehmen, hieß es in der FAZ. Die Mehrheit an der Bankgesellschaft hält das Land Berlin mit derzeit 56,6 % der Anteile, die aber nach Abschluss der jüngsten Kapitalerhöhung noch deutlich steigen könnte.

Auch dem Zeitungsbericht zufolge sähe die Deutsche Bank im Fall einer Beteiligung diese als Finanzbeteiligung und nicht als strategisches Investment. Von daher sei auf Seiten der Deutschen Bank auch die in New York ansässige DB Capital Partners eingeschaltet worden.

Nach Informationen aus Berliner Bankenkreisen haben sich die Norddeutsche Landesbank (NordLB) und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) auf ein gemeinsames Angebot für die Bankgesellschaft verständigt. Es sei zu erwarten, dass das Angebot kommende Woche bei Berlins Finanzsenatorin Christiane Krajewski (SPD) vorgelegt werde, war am Freitag verlautet.

Wie aus den Bankenkreisen weiter verlautete, soll das Privatkundengeschäft der Berliner Sparkasse rechtlich verselbstständigt und von einem Konsortium unter Führung der privaten Hamburger Sparkasse (Haspa) übernommen werden. Die Haspa solle aber nicht die Mehrheit an der Sparkasse erhalten. Neben dem DSGV und der NordLB solle auch die Mittelbrandenburgische Sparkasse beteiligt werden. Alle übrigen Beteiligungen der Bankgesellschaft, wie die Hypothekenbank BerlinHyp und die Weberbank, sollten verkauft werden, sieht das Angebot nach Angaben aus den Bankenkreisen vor.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%