US-Juri gibt Klage des Halbleiterkonzerns statt
Infineon setzt sich vor Gericht gegen Rambus durch

Ein US-Gericht hat am Mittwochabend einer Klage des Münchener Halbleiter-Herstellers Infineon stattgegeben und den US-Konkurrenten Rambus Inc wegen Betrugs zu einer Strafe von 3,5 Mill. Dollar verurteilt. Rambus will in die Berufung gehen.

rtr NEW YORK/MÜNCHEN. Infineon hatte dem US-Unternehmen vorgeworfen, es habe Patentanträge für sogenannte Synchronous Dynamic Random Access Memory (SDRAM) Chips in den 90er Jahren nicht wie erforderlich öffentlich gemacht. Rambus sei genauso wie Infineon Mitglied in der Industrievereinigung Jedec gewesen, die an einen gemeinsamen Standard für diese Speicherchips gearbeitet habe. Rambus besteht allerdings weiter darauf, dass es die Chips alleine entwickelt hat, und kündigte Berufung gegen das Urteil an.

Anfang der Woche hatte das US-Gericht bereits Klagen von Rambus gegen Infineon auf Patentsrechtsverletzungen abgewiesen. Das US-Unternehmen hatte dem Münchener Konzern vorgeworfen, Patentrechte im Zusammenhang mit dem Design der Speichermedien verletzt zu haben, die Rambus vor sieben Jahren entworfen habe. Rambus will auch diese Entscheidung anfechten.

Infineon-Vorstandschef Ulrich Schumacher begrüßte das Urteil. "Die Entscheidung der Jury unterstreicht, wie wichtig die weltweite Zusammenarbeit der Industrie in Standardisierungsgremien wie Jedec ist, um die nächste Generation der DRAM-Technologie zu entwickeln", erklärte er in einer Mitteilung.

Die Infineon-Aktien gaben am Donnerstagmittag 0,24 % auf 45,70 ? nach. Der Dax notierte zu dem Zeitpunkt knapp ein Prozent im Plus.

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