US-Kartellbehörde
Bayer darf Aventis Crop Science übernehmen

Die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat dem Chemie- und Pharmakonzern Bayer die Übernahme der Aventis- Pflanzenschutzsparte CropScience unter Auflagen genehmigt. Bereits im April hatte der EU-Kommission dem geplanten Geschäft - ebenfalls mit Auflagen - zugestimmt.

Reuters WASHINGTON. Die FTC teilte am Donnerstag in Washington mit, sie werde nicht gegen die 6,2 Milliarden Dollar teure Übernahme Einwände erheben, wenn sich Bayer und Aventis von vier Agrarchemie- Produkten trennten.

Durch die Übernahme von CropScience würde Bayer auf dem auf 30 Milliarden Dollar geschätzten Pflanzenschutzmarkt auf die zweite Stelle nach der schweizerischen Syngenta vorrücken. Bayer liegt derzeit auf Platz sieben. Im vergangenen Geschäftsjahr setzte Aventis CropScience 4,3 Milliarden Euro um, die Pflanzenschutzsparte von Bayer 2,7 Milliarden Euro.

EU-Genehmigung erst nach umfassenden Zusagen

Die Bayer AG hatte von der Europäischen Kommission bereits im April grünes Licht für die größte Übernahme in ihrer Geschichte bekommen. Sie muss dafür aber neun Prozent des mit Aventis CropScience zusammengelegten Pflanzenschutzgeschäfts abgeben. Insgesamt verzichtet Bayer nach vorherigen Angaben auf 600 Millionen Euro Umsatz, um die Bedenken der EU-Wettbewerbshüter auszuräumen. Die von Bayer gemachten umfassenden Zusagen hätten die Wettbewerbsbedenken vollständig ausgeräumt, hatte die EU-Behörde erklärt.

Bayer gibt letzte Agfa-Beteiligungen ab

Bayer ist gegenwärtig dabei, den Konzern in eine strategische Holding mit vier rechtlich selbstständigen Gesellschaften Gesundheit, Pflanzenschutz, Polymere und Chemie umzuwandeln. Der Leverkusener Konzern will sich von mehreren Beteiligungen trennen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Unter anderem steht die Geschmacks- und Duftstoff-Tochter Haarmann & Reimer zum Verkauf.

Bayer teilte am Donnerstag mit, sie wolle ihre verbliebenen 30 Prozent an der ehemaligen belgischen Tochter Agfa an die Investmentbank Goldman Sachs abgeben. Durch die Transaktion erziele Bayer einen steuerfreien Gewinn in der Größenordnung von 200 Millionen Euro.

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