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US-Konjunktbild bleibt gemischt - Euro auf Rekordhoch

Das Konjunkturbild in den USA bleibt gemischt. Während die Auftragseingänge im Dezember deutlich stärker als erwartet stiegen, blieb das Plus bei den privaten Konsumausgaben im November unter den Erwartungen.

dpa-afx WASHINGTON/MICHIGAN. Das Konjunkturbild in den USA bleibt gemischt. Während die Auftragseingänge im Dezember deutlich stärker als erwartet stiegen, blieb das Plus bei den privaten Konsumausgaben im November unter den Erwartungen.

Der Euro kletterte am Donnerstag im Gefolge der Daten mit 1,3 506 Dollar auf den höchsten Stand seit seiner Einführung an den Finanzmärkten im Januar 1999. Der Euro-Bund-Future stieg ebenfalls kräftig und erreichte ein Tageshoch von 119,37 Zählern.

Die Auftragseingänge für langlebige Güter stiegen nach Angaben des US-Handelsministeriums um 1,6 Prozent zum Vormonat. Von CBS Marketwatch befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt nur mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent gerechnet. Der Wert für den Monat Oktober wurde deutlich nach unten revidiert. Der Auftragseingang sank um 0,9 Prozent zum Vormonat. In der Erstschätzung war ein Rückgang um 0,4 Prozent ausgewiesen worden.

Commerzbank: Investitionsneigung Erst 2006 Gedämpft

Die Investitionsneigung dürfte nach Einschätzung der Commerzbank erst 2006 durch die Geldpolitik gedämpft werden. In welchem Umfang das Auslaufen der steuerlichen Förderung von Investitionen zum Jahresende zum Vorziehen von Investitionen geführt habe, sei unklar, hieß es in einer Analyse. Die voraussichtlich niedrigere Investitionsdynamik im ersten Quartal 2005 dürfte aber nur vorübergehender Natur sein.

Die privaten Konsumausgaben in den Vereinigten Staaten stiegen zum Vormonat nur um 0,2 Prozent, nachdem sie im Oktober um 0,6 Prozent geklettert waren. Von CBS Marketwatch befragte Volkswirte hatten ein Plus von 0,3 Prozent vorausgesagt. Die persönlichen Ausgaben legten um 0,3 Prozent zu. Volkswirte hatten einen Anstieg in dieser Größenordnung vorhergesagt. Die Sparquote betrug 0,3 Prozent (Oktober: 0,1).

Commerzbank Hält AN Wachstumsprognose FÜR 4. Quartal Fest

Der Konsumklima-Index der Universität Michigan wurde endgültigen Berechnungen zufolge von 95,7 auf 97,1 Punkte nach oben revidiert. Der viel beachtete Index gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der private Konsum ist die wichtigste Konjunkturstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Die Verkäufe neuer Häuser sanken deutlich auf eine saisonbereinigte und auf das Jahr hochgerechnete Zahl von 1,125 Mill. Einheiten. Von CBS Marketwatch befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt mit 1,20 Mill. gerechnet.

Die Commerzbank hält trotz der widersprüchlichen Datenlage an ihrer Wachstumsprognose für das vierte Quartal fest. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte um 4,0 Prozent zum Vorquartal wachsen, hieß es in einer Analyse. Während sich die Investitionen schwächer als bisher erwartet entwickeln dürften, werde der private Konsum nach den jüngsten Daten voraussichtlich etwas stärker als vermutet ausfallen.

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