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US-Konjunktur: Zinsen sollten erneut sinken

Das Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal um lediglich 0,7 Prozent und verzeichnete damit den geringsten Anstieg seit dem ersten Quartal 1993. Gemessen an den jüngsten Daten betrug das durchschnittliche Wirtschaftswachstum der letzten zwölf Monate lediglich 1,3 Prozent.

Belastend wirkte sich vor allem ein Einbruch von 13 Prozent im Bereich der Kapitalinvestitionen aus, der damit den größten Rückgang seit dem zweiten Quartal 1982 verzeichnete. Die moderat steigenden Verbraucherausgaben und die höheren Staatsausgaben konnten diesen negativen Trend nur bedingt ausgleichen. Die Konjunkturdaten hatten jedoch auch einen positiven Aspekt zu bieten. Gemessen an dem Inflationsindikator des Bruttoinlandsprodukt betrug die Preissteigerung der vergangenen zwölf Monate nur 2,3 Prozent und lag damit einen Prozentpunkt unter der Steigerungsrate des vorhergehenden Quartals. "In Anbetracht der offensichtlich sehr schwachen Konjunktur hat die Notenbank Spielraum für Zinssenkungen", so Wayne Angell von Bear Stearns. Angell rechnet bis September mit zwei weiteren Zinssenkungen. "Greenspan dürfte die Zinsen um jeweils 25 Basispunkte senken", hofft der Volkswirt. Die anstehenden Wirtschaftsdaten für Juli dürften entscheiden, ob die US-Notenbank auf der nächsten Sitzung am 21. August die US-Leitzinsen nicht sogar um 50 Basispunkte senken sollte. Ein derartiges Vorhaben dürfte laut Angell auf heftigen Widerstand bei einigen stimmberechtigten Notenbank-Mitgliedern sorgen.

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