US-Konjunkturschwäche
Eurokurs steigt über 1,08 US-Dollar

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag deutlich gestiegen und hat die Marke von 1,08 US-Dollar überschritten. Die schon an den Vortagen zu erkennende Rückbesinnung auf die Konjunkturdaten habe den Dollar belastet, sagten Händler.

HB/dpa FRANKFURT. Zuletzt hatte der Euro am 2. April über dieser Marke notiert. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung in Frankfurt 1,0823 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0805 (Mittwoch: 1,0742) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9255 (0,9309) Euro.

"Das sich abzeichnende Ende des Irakkriegs ändert kaum etwas an den generellen Konjunkturaussichten", sagte Rainer Sartoris, Volkswirt beim Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt. Diese seien für die USA weiterhin ungünstig und würden durch die nicht absehbaren Kosten des Kriegs noch verschärft. Die anhaltende Wirtschaftsschwäche erschwere es den USA, ihren hohen Finanzierungsbedarf zu decken. Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA, die etwas besser als erwartet ausgefallen seien, änderten an diesem Bild nichts.

Die weitere Kursentwicklung des Euro sei auf Grund bestehender Unsicherheiten immer noch schwer zu prognostizieren, sagte Sartoris. Der Ausblick für die Gemeinschaftswährung bleibe für die kommenden Tage freundlich.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6900 (0,6902) britische Pfund, 129,18 (128,86) japanische Yen und 1,4948 (1,4878) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 324,60 (321,35) Dollar notiert. Der Kilobarren kostete 9720 (Vortag: 9700) Euro.

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