US-Konkurrenten bieten Rabatte an: Volkswagen spürt bislang keine Kaufzurückhaltung

US-Konkurrenten bieten Rabatte an
Volkswagen spürt bislang keine Kaufzurückhaltung

Europas größter Automobilkonzern Volkswagen sieht bislang in den USA infolge des Irak-Kriegs keine Kaufzurückhaltung gegenüber deutschen Automobilen. Auch weltweit sind nach den Worten von VW-Chef Bernd Pischetsrieder bisher keine auf den Krieg zurückzuführenden Folgen für die Automobilindustrie zu spüren.

Reuters WOLFSBURG. "Bis jetzt gibt es keine erkennbaren Bewegungen, weder nach oben noch nach unten", sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder zum Auftakt einer VW-Zulieferbörse am Mittwoch in Wolfsburg. Auch hinsichtlich der Nachfrage nach deutschen Pkw in den USA gebe es "nichts Erkennbares", sagte er. Die Automobilmärkte seien allerdings unabhängig von der Irak-Krise in den vergangenen Monaten sehr schwankend gewesen, so dass eine verlässliche Einschätzung nur schwer möglich sei. "In sechs Wochen kann man mehr sagen."

Entscheidender als der Irak-Krieg sei derzeit auf dem amerikanischen Markt nach wie vor die Frage, wie viel Kaufanreize von amerikanischen Herstellern auf dem US-Markt für welche Autos gegeben würden. "Das klingt zwar ein bisschen eigenartig, und das mag in sechs Wochen anders aussehen. Nur im Moment ist es so", sagte Pischetsrieder.

Im Januar erlitten die meisten deutschen Autohersteller in den USA Absatzrückgänge, unter anderem wegen vielfältiger Rabattaktionen der US-Konkurrenten. VW of America verkaufte mit 17 800 Fahrzeugen ein Sechstel weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Im Februar legten VW und Mercedes-Benz aber in den USA gegen den rückläufigen Trend des Gesamtmarktes zu.

Auf Sicht fahren

VW sei auf diese Marktschwankungen vorbereitet, sagte Pischetsrieder. "Sie können nur eines machen, nämlich möglichst reaktionsfähig zu sein auf was auch immer passiert." Das bedeute in der gegenwärtigen Situation: "Auf Sicht fahren. Alles andere ist sinnlos." Auftragseingänge, Lagerbestände und die Entwicklung von Regionalmärkten würden Woche für Woche beurteilt.

"Dass man langfristige Pläne deswegen nicht ändert, ist klar", fügte Pischetsrieder hinzu. Der VW-Chef hatte allerdings vor zwei Wochen anlässlich der Bilanzpressekonferenz für 2003 bereits einen pessimistischen Ausblick gegeben und erst für 2004 wieder einen Ergebniszuwachs in Aussicht gestellt. Gleichwohl strebt VW an, das Absatzvolumen des Vorjahres von knapp fünf Millionen Autos auch 2003 wieder zu erreichen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%