US-Konzerne schnitten schlechter ab
Deutsche Autos verkaufen sich prächtig in den USA

Deutsche Autofirmen haben im Juli 2001 in den USA trotz des schwachen Marktes ihre Absätze zum Teil deutlich gesteigert. Das beste Ergebnis erzielte dabei BMW mit einem Absatzplus von 25,6 %, wie aus den US-Verkaufsstatistiken der Autohersteller hervorgeht.

rtr DETROIT. Die Amerikaner haben auch mehr Volkswagen -, Audi -, Mercedes- und Porsche-Fahrzeuge gekauft als im Vorjahr. Dagegen fiel der Fahrzeugabsatz der drei großen Autokonzerne General Motors, Daimler-Chrysler und Ford stärker als erwartet. Der gesamte Autoabsatz in den USA fiel im Juli um 5,9 %. Die BMW teilte mit, sie habe im Juli 2001 in den USA 19 046 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft, 25,6 % mehr als im Vorjahr.

Die zum Volkswagen-Konzern gehörende Audi AG erzielte nach eigenen Angaben ein Absatzplus von 21,8 %. Sie verkaufte im Juli in den USA 7974 (6547) Fahrzeuge. Bei den VW-Marken betrug das Absatzplus mit 32 011 verkauften Fahrzeugen 6,2 %. Erfolgreichstes Modell sei im Juli der Jetta gewesen, von dem 13 841 Srtück verkauft worden seien, hieß es. Porsche steigerte den US-Absatz im Juli nach eigenen Angaben um 4,1 % auf 2126 Fahrzeuge. Auch bei den Mercedes-Modellen von Daimler-Chrysler wurde den Angaben zufolge ein Absatzplus von 5,7 % auf 16 155 Fahrzeuge erzielt.

Die drei großen US-Autokonzerne schnitten dagegen im Juli schlechter als erwartet ab. Der weltweit größte Autokonzern General Motors verkaufte mit 360 881 Fahrzeugen 9,1 % weniger Pkw und Lkw als im Juli 2000. Der Autokonzern hat auch seine Prognosen für die Fahrzeugproduktion in Nordamerika im dritten Quartal 2001 um 5000 Einheiten auf 1,23 Mill. Pkw und Lkw nach unten revidiert.

Bei Ford ging der Fahrzeugabsatz im Juli um 12,8 % auf 303 043 Fahrzeuge zurück. In den Daten seien die Absatzzahlen der Marken Jaguar, Volvo und Land Rover enthalten. Ford hält dennoch an der Prognose fest, im dritten Quartal 930 000 Fahrzeuge zu produzieren. Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat im Juli 2001 in den USA bei seinen Chrysler-Modellen einen Absatzrückgang um drei Prozent verzeichnet. Der Pkw-Absatz der Marken Chrysler, Dodge, Jeep und Plymouth sei dabei um elf Prozent auf 34 354 (Vorjahr 38 753) Fahrzeuge gesunken, teilte das Unternehmen mit. Der Lastwagen-Absatz habe geringfügig um ein Prozent auf 151 244 (152 713) Einheiten abgenommen.

Die japanischen Autokonzerne erzielten in den USA unterschiedliche Absatzergebnisse. Während Toyota Motor im Juli 2001 mehr Autos als im Vorjahr verkaufte, fiel der US-Absatz bei Honda um sechs Prozent.

Der feste Dollar habe die ausländischen Hersteller begünstigt, sagten Analysten. Ihre Herstellungskosten seien in Dollar gerechnet niedriger gewesen, so hätten sie aggressiver als die US-Konzerne Preisnachlässe gewähren können.

Insgesamt wurden den Statistiken zufolge im Juli 2001 in den USA 1,34 Mill. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft, 5,9 % weniger als im Vorjahr.

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