US-Kreditmärkte werden sich am schwachen Wachstum orientieren: Analysten erwarten Anzeichen für schwaches US-Wachstum

US-Kreditmärkte werden sich am schwachen Wachstum orientieren
Analysten erwarten Anzeichen für schwaches US-Wachstum

Die geschätzten Zahlen des US-Bruttoinlandsprodukts fielen am Freitag schwach aus. Die gleiche Tendenz wird für den Einkaufsmanager-Index erwartet.

Reuters NEW YORK. Die US-Kreditmärkte werden sich nach Einschätzung von Analysten in dieser Woche an neuen US-Konjunkturdaten sowie an der Entwicklung auf den Aktienmärkten orientieren. Nach den am Freitag veröffentlichten schwachen Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwarteten die Märkte weitere Anzeichen für eine Abschwächung des US- Wachstums vor allem von dem für Mittwoch anstehenden Einkaufsmanager-Index (NAPM) für September sowie von den für Freitag erwarteten Arbeitslosenzahlen für Oktober. Ein schwächeres Wachstum mache ein weiteres Anziehen der Leitzinsen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) unwahrscheinlich, sagten die Analysten.

US-Anleihen waren überzeichnet

Impulse für die US-Bonds würden zudem voraussichtlich von der Wall Street kommen, hieß es. Im Fall weiterer Aktienkursverluste könnten die US-Anleihen wieder von ihrer Funktion als sicherem Anlagehafen profitieren. In der vergangenen Woche seien die Staatsanleihen jedoch auf Grund der Angst der Investoren vor einem Aktienmarkt-Crash überkauft gewesen. Es sei daher auch möglich, dass sich Anleger verstärkt anderen festverzinslichen Papieren zuwendeten und die US-Bonds damit unter Druck brächten. Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Freitag mit 0,18 % im Plus geschlossen. Auch der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte ging mit einem Plus von 2,03 % deutlich fester aus dem Handel.

Wenig Wachstum im verarbeitenden Gewerbe erwartet

Für den NAPM-Index, der über das Wachstum des verarbeitenden Gewerbes informiert, erwarten von Reuters befragte Analysten im September einen Rückgang auf 49,6 von 49,9 Punkten im August. Die Zahl der Erwerbstätigen außerhalb der Landwirtschaft stieg im Oktober nach Einschätzung der Volkswirte um 184 000 an, nachdem sie im September noch um 252 000 zugenommen hatte. Die Arbeitslosenquote steige damit voraussichtlich auf 4,0 % nach 3,9 % im Vormonat.

US-Bruttoinlandsprodukt soll um 2,7 bis 5,6 Prozent wachsen

Am Freitag hatte das US-Handelsministerium mitgeteilt, das Bruttoinlandsprodukt sei nach ersten Schätzungen im dritten Quartal um 2,7 nach 5,6 % im vorangegangenen Dreimonatsabschnitt gewachsen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt ein Plus von 3,4 % vorausgesagt.

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