US-Leistungsbilanzdefizit bedroht weltweiten Aufschwung
Konjunktur Weltwirtschaft: Aus dem Gleichgewicht

Das Ungleichgewicht nimmt zu: Während die USA ein gigantisches Leistungsbilanzdefizit zu verbuchen haben, verzeichnen Euroland und Japan hohe Überschüsse in der Leistungsbilanz.

DÜSSELDORF. Abhilfe ist nicht in Sicht: Zieht das Wachstum in den USA an, wird sich dort die Nachfrage nach Importen verstärken und das Leistungsbilanzdefizit weiter erhöhen. Gleichzeitig werden die Überschüsse in Euroland und Japan anschwellen, wenn dort die Exporte zunehmen.

Angesichts dieses Szenarios prognostiziert Stephen Roach, Chefvolkswirt der Investmentbank Morgan Stanley, einen rapiden Anstieg des US-Leistungsbilanzdefizites auf sechs Prozent des BIP im kommenden Jahr. Dies macht einen Kapitaleinfluss von zwei Milliarden US-Dollar am Tag notwendnig - auf Dauer ist das kaum finanzierbar. Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass schon ein Fehlbetrag von fünf Prozent des BIP nicht dauerhaft durch den Zustrom von Kapital finanziert werden kann. Warnungen des Internationalen Währungsfonds, dass das US-Leistungsbilanzdefizit, den weltweiten Aufschwung bedrohen könnte, sind deshalb durchaus angebracht.

Quelle: Wirtschaftswoche

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