US-Märkte belasten
Dax geht schwächer aus dem Handel

Der Dax schloss bei 6 531,71 Punkten um 1,44 % niedriger als am Vorabend.Der Nemax-50 (Performance-Index) gab bis Börsenschluß leicht um 0,06 % auf 4 330,28 Punkte ab. Der Nemax All-Share (Performance-Index) verlor gleichzeitig 0,56&nbspA;% auf 4 144,13 Zähler ab. Die Nebenwerte tendierten fester. Der S-Dax stieg um 8,76 Punkte auf 3 211,77 Zähler. Der M-Dax notierte bei 4 797,84 Punkten, einem Plus von 44,22 Zählern.

dpa/adx FRANKFURT/MAIN. Der Euro gab erneut nach. Die Europäische Zentralbank stellte den Referenzkurs am Mittag bei 0,8496 $ fest. Dies waren 0,0015 $ weniger als am Vortag. Damit notierte die europäische Währung nur knapp über dem am 20. September erreichten Rekordtief von 0,8476 $.

Eine sich abzeichnende Entspannung im Nahen Osten hatte den Aktien im frühen Handel zwar Auftrieb verliehen. Das Ende der kräftigen Erholung bei den amerikanischen High-Tech-Werten im Nasdaq-Index belastete allerdings die Technologiewerte im Dax.

Die im EuroStoxx 50 zusammengefassten europäischen Standardwerte gaben in Paris um 0,67 % auf 4 760,92 Punkte nach. Die Börsen in London und Paris verzeichneten ebenfalls Kursverluste.

Kursgewinne für Daimler-Chrysler führte ein Aktienhändler auf Spekulationen zurück, wonach das Papier im marktbreiten amerikanischen S&P-500-Index aufgenommen werden soll. "Dies könnte der Aktie einen Schub nach oben geben", spekulierte der Analyst Peter Worel von der Bayerischen Landesbank. Nach der Fusion von Daimler und Chrysler seien viele amerikanische Aktionäre aus dem Papier ausgestiegen. Eine im S&P-500-Index notierte Aktie "dürfte die US- Investoren wieder zurückholen". Der Titel kletterte um 0,50 % auf 54,17 Euro.

Banken in Deutschland gefragt

Bankentitel gehörten trotz Verlusten für die Branche in Amerika zu den Favoriten im Dax. Nach einer Kaufempfehlung der WestLB verteuerte sich die Aktie der Dresdner Bank um 0,05 % auf 44,25 Euro. Die Commerzbank-Aktie zog um 0,39 % auf 31,12 Euro an. Ein Vorstandsmitglied hatte in der Berliner Tageszeitung "Die Welt" angekündigt, die Bank werde schon bald einen Vermögensverwalter in den USA kaufen.

Nach der Vorlage seiner Konzernzahlen führte der Münchener Maschinen- und Anlagenbauer MAN die Liste der Gewinner im Dax an. Der Titel verteuerte sich um 3,54 % auf 29,85 Euro.

Die Aktie von Karstadt-Quelle drehte nach Anfangsgewinnen im Handelsverlauf ins Minus und schloss sehr schwach. Das Papier fiel um 5,97 % auf 36,20 Euro. Der Konzern hatte am Vormittag seine Zahlen für die ersten neun Monate 2000 vorgelegt und Umstrukturierungspläne angekündigt.

Der Rentenmarkt gab leicht nach. Der Bund-Future zehnjähriger Staatsanleihen verlor zuletzt 0,1 % auf 105,51 Punkte. Der Rentenindex REX büßte ebenfalls 0,1 % auf 110,22 Zähler ein. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag mit 5,23 % unverändert fest.

Einzeltitel am Neuen Markt überraschen positiv

Die am Frankfurter Neuen Markt gehandelten Aktien gingen etwas schwächer aus dem Handel. Nach Aussagen von Händlern hatte ein Kurssprung des Nemax-Schwergewichts Broadvision dem Index Auftrieb gebracht. Nachdem die Nasdaq drehte, zogen die deutschen Wachstumswerte nach. Die Aktien des auf E-Commerce-Lösungen spezialisierten Softwareunternehmens gingen mit einem deutlichen Plus von 18,38 % mit 30,20 Zählern aus dem Handel, nach dem Standard & Poor's am Montagabend in New York angekündigt hatte, dass das Unternehmen am kommenden Montag in den S&P-500-Index aufgenommen wird.

Zulegen konnten auch die Papiere der Tomorrow Internet AG. Die Onlinetochter des Hamburger Milchstraßen-Verlages hatten am Morgen seine Neun-Monats-Zahlen veröffentlicht und mitgeteilt, dass es zwischen Januar und September bereits rund 90 % des für das gesamte Geschäftsjahr angepeilten Umsatzes erreicht habe. Nach Bekanntwerden dieser Nachricht zogen Tomorrow deutlich an und gingen mit einem Plus von 7,02 % bei 18,30 Euo aus dem Handel.

Plasmaselect bleibt unter Druck

Plasmaselect führten nach erneuten erdrutschartigen Verlusten die Verliererliste am Neuen Markt an. Die Papiere des Biotechnologie-Unternehmens gingen nach massiven Vortagesverlusten mit einem Minus von 28,67 % und 21,84 Euro aus dem Handel. Das Unternehmen hatte am Montag seine Planzahlen für das Gesamtjahr nach unten korrigiert, da die Produktlinie RheoSorb nicht wie erhofft in diesem Herbst, sondern erst 2002 die Kassenzulassung erhalten werde.

Ebookers litten nach Aussagen von Händlern darunter, dass vor allem Privatanleger die Papiere abstießen. Die Papiere verloren bis Handelsschluß 22,19 % auf 6,31 Euro. Das Unternehmen hatte am Vortag zwar über den Erwartungen liegende Zahlen veröffentlicht, jedoch erneut keinen Gewinn ausgewiesen.

Ebenfalls abgeben mussten United Internet, die mit einem Abschlag von 13,29 % und 7,50 Euro aus dem Handel gingen. Hier sei die schlechte Stimmung für Internetdienstleister von der Wall Street direkt auf den deutschen Markt durchgeschlagen, sagten Händler.

Bauwerte bei Nebenwerten auffällig schwach

Die Nebenwerte zeigten sich freundlich. Gewinne verzeichneten besonders MLP, die sich um 10,40 auf 161,40 Euro verteuerten (+6,89 Prozent). VCL Film + Medien stiegen um 0,85 auf 13,54 Euro (+6,70 Prozent). GfK legten um 2,68 auf 50,28 Euro zu (+5,63 Prozent). Gegen den Trend büßten Hochtief 1,50 auf 22,00 Euro ein (-6,38 Prozent). Dyckerhoff sanken um 1,10 auf 17,90 Euro (-5,79 Prozent). tecis verbilligten sich um 4,50 auf 78,50 Euro (-5,42 Prozent).

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