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US-Märkte blicken auf Arbeitsmarkt

In der kommenden Woche werden an den US-Kreditmärkten nach Ansicht von Analysten der Einkaufsmanager-Index (NAPM) sowie US-Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Volkswirte rechnen im Schnitt mit einem leichten Anstieg des NAPM-Index am Dienstag auf 43,4 Punkte nach 43,1 Punkten im März. Ein Wert über 50 Punkten - der eine Expansion anstelle einer Kontraktion signalisieren würde - sei damit zunächst noch nicht in Sicht.

Reuters NEW YORK. Bei den am Donnerstag und Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Arbeitsmarktdaten für April erwarten die Analysten einen Anstieg der US-Arbeitslosigkeit auf 4,4 % von 4,3 % im März.

In der vergangenen Woche hatten die US-Anleihen an vier von fünf Tagen nachgegeben. Besonders die deutlich über den Erwartungen liegenden US-Wachstumsdaten des ersten Quartals hätten am Freitag die Erwartung einer baldige Erholung der US-Konjunktur gestärkt und somit die Anleihen belastet, hieß es. Auch das entscheidende Vorgehen der Fed mit nunmehr vier Zinssenkungen von insgesamt 200 Basispunkten in diesem Jahr verstärke diesen Eindruck, hieß es. Die Rendite auf den richtungweisenden zehnjährigen Bond stieg deshalb auf den höchsten Stand seit fast fünf Monaten. Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im ersten Quartal dieses Jahres nach Angaben des US-Handelsministeriums um 2,0 % nach einer Steigerung im Vorquartal von 1,0 %. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg von 1,1 % gerechnet.

Im Gegensatz zu den durchschnittlichen Analystenerwartungen rechnet Goldman Sachs in der kommenden Woche mit ungewöhnlich schlechten Arbeitsmarktdaten. Sollte der Arbeitsmarktbericht tatsächlich einen deutlichen Rückgang der Erwerbstätigen melden, werde dies "die Markterwartung in unsere Richtung festigen, dass der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) bei seinem Treffen am 15. Mai die Zielrate für Tagesgeld um einen weiteren halben Prozentpunkt senken wird", sagte Goldman-Analyst John Youngdahl. Im Durchschnitt erwarten die Experten jedoch einen Anstieg der Erwerbstätigen um 5000 für April nach einem Rückgang um 86 000 im März.

Am Freitag war das richtungweisende zehnjärige Papier um 1-1/32 Punkte auf 97-17/32 Zähler gefallen und rentierte auf diesem Niveau mit 5,32 %. Die Zweijährigen hatten um 7/32 auf 99-16/32 Punkte nachgegeben (Rendite 4,27 %).

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