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US-Märkte drehen ins Plus

Nach anfänglichen Kursverlusten strengen sich New Yorks Aktienmärkte vor dem Wochenende noch einmal richtig an. Gewinnmitnahmen und verhaltene Geschäftsprognosen bei Advanced Micro Devices und Rambus hatten dem Markt am Morgen das Wasser abgegraben. RSA Securities, ein Hersteller von Sicherheitssoftware, belastete mit einer Gewinnwarnung den Softwaresektor.

Zudem schmälern gemischte Wirtschaftsdaten zunächst die Wochenendvorfreude. Doch die Grundstimmung der Anleger ist gut. Sie lassen sich nicht beirren und konzentrieren sich auf die guten Nachrichten. So dürfte die Angst vor einer möglichen Inflation vorerst gebannt sein. Die Erzeugerpreise gingen im Juni um 0,3 Prozent stärker zurück als erwartet. Vor allem die gesunkenen Energiepreise wirkten sich positiv auf die Rate aus. Die neusten Daten der Universität von Michigan deuten auf eine leichte Erholung des Verbrauchervertrauens hin. Der von der Universität ermittelte vorläufige Index stieg auf 93,7 Punkte. Die Umsätze des Einzelhandels legten im Juni um 0,2 Prozent zu, blieben jedoch um 0,1 Prozentpunkte hinter den Erwartungen der Experten zurück. Die um die Daten der Automobilbranche bereinigte Kernrate ging jedoch um 0,2 Prozent zurück, die Mehrheit der Experten hatte jedoch mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Nach dem anfänglichen Schock konnten sich die Einzelhandelswerte erholen und drehten in die Gewinnzone. Sowohl Wal Mart als auch Home Depot notieren im Plus. Auch Werte der Modebranche wie The Gap und Ann Taylor verbuchen Kursgewinne.

Zu den größten Gewinnern gehören zur Mittagsstunde die Aktien der Pharma- und Computerindustrie. Der Dow Jones Index profitiert vor allem von Kursgewinnen bei Merck und IBM. Der Computerkonzern IBM wird ebenso wie Intel und eine Vielzahl von Finanztiteln in der kommenden Woche Quartalsergebnisse vorlegen. Neben Intel notiert auch Citigroup im Plus.

Den Nasdaq heben Kursgewinne bei Cisco Systems, Qualcomm und Siebel Systems ins Plus. Auch Ciscos Konkurrent Juniper Networks legt an Wert zu. Der zweitgrößte Hersteller von Glasfasertechnologie profitiert von positiven Analystenkommentaren. Die Experten von Robertson Stephens stufen die Aktie von "kaufen" auf "aggressiv kaufen". Juniper habe das Potenzial, Marktführer zu werden, so die Analysten. Die Experten von ABN Amro und Bear Stearns prognostizieren dagegen, dass Junipers Konkurrent Cisco System wieder an Marktanteil gewinnen werde. Juniper hatte die Analystenerwartungen für das zweite Quartal mit einem Ergebnis von neun Cents pro Aktie um einen Cent schlagen können. Für das laufende Quartal rechnet das Management mit einem Ergebnis, das auf dem Niveau des abgelaufenen Quartals liegt.

Unter Druck gerät der Spielzeugsektor, nachdem Spielzeug-Einzelhändler Toys´R´Us vor enttäuschenden Geschäftszahlen für das zweite Quartal warnte. Statt des bisher erwarteten Verlusts von zehn Cent pro Aktie rechnet das Unternehmen nun mit einem Fehlbetrag von 14 Cents. Die anhaltende Konjunkturschwäche und die sinkenden Konsumentenausgaben haben die Einnahmen belastet, so das Management.

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