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US-Märkte gehen positiv ins neue Jahr

An der Wall Street gibt es nur einen Neujahrswunsch: Dieses Jahr muss alles besser werden. Am ersten Handelstag sieht es zunächst einmal nicht schlecht aus. Sowohl der Dow Jones als auch die Nasdaq handeln vorbörslich in der Gewinnzone. Der S&P 500 notiert stark behauptet.

Die ersten drei Handelstage gelten unter Börsianern als Indikator für das ganze Jahr. Stehen bis zum Wochenende Gewinne zu Buche, sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Jahr einen Aufschwung bringe, sagen die Auguren. Weitere Indikatoren sehen die Händler nach fünf und neun Tagen - im vergangenen Jahr hatte die Wall Street alle drei Schwellen negativ beschlossen.

In den vergangenen beiden Jahren haben der S&P 500 und der Nasdaq Composite die größten Kursstürze seit 27 Jahren erlebt. Der Dow Jones Index ist erstmals seit den Jahren 1977/78 zwei Jahre in Folge gefallen. Auch am letzten Handelstag des Jahres 2001 verloren die US-Märkte leicht.

Die Big Caps scheinen mit Gewinnen in 2002 zu gehen. Microsoft notiert mit einem Plus von 0,2 Prozent nur leicht im grünen Bereich - das Unternehmen leidet unter Unstimmigkeiten. Barbestände im Wert von rund 36 Milliarden Dollar finden Kritiker zu hoch, sie drängen auf eine Dividendenzahlung. Bisher hatten sich Hightechfirmen meist geweigert, Dividende zu zahlen, um ihren Wachstumskurs beizubehalten. Microsoft könnte einen Teil seines liquiden Kapitals für Strafzahlungen zurücklegen. Dass Microsoft eine große Portokasse hat, zeigt der Vergleich mit anderen Konzernen. So hat General Electric 8,8 Milliarden und IBM 4 Milliarden Dollar flüssig.

Den Chipsektor stützt am Morgen die Nachricht, dass die Absätze im November um 1,6 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar gestiegen seien. Während in den USA kein Plus zu verzeichnen war, kletterten die Chipverkäufe in Europa um fünf Prozent und in Asien um 2,5 Prozent. Hynix Semiconductor, der weltweit drittgrößte Speicherchiphersteller, hebt das dritte Mal innerhalb eines Monats seine Preise, dieses Mal um dreißig Prozent. Dies steigert die Hoffnung, dass sich die Lage im Computer- und Chipsektor stabilisiert.

Auf der Gewinnerseite dürften zu Neujahr die Aktien verschiedener Biotech- und Pharmawerte gehören. Die Papiere von Cephalon, Sepracor, ImClone Systems und Invitrogen wurden zum Jahreswechsel in den Nasdaq 100 aufgenommen und ersetzen einige zuletzt bedeutungsschwache Technologiertitel wie 3Com, Ariba, Broadvision, CMGI, Novell, Palm und RealNetworks.

Abwärts geht es am Morgen mit der Aktie von K-Mart. Der Einzelhändler verliert erneut zwölf Prozent, nachdem die Analysten von Prudential Securities das Papier von "halten" auf "verkaufen" degradieren.

Auch die Online-Händler gehen mit Verlusten in den Tag. Der Internet-Buchhändler Amazon und Yahoo verlieren jeweils 0,2 Prozent, der Online-Auktionator E-Bay steht sogar mit 3,6 Prozent auf der Verliererseite.

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