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US-Märkte im Minus

Abwarten heißt die Devise am Donnerstag. Wichtige Investitionen dürften Anleger auf morgen verschieben. Die Anleger warten gespannt auf das Analystentreffen bei Intel nach Börsenschluss.

Die für die Marktstimmung wichtigen Arbeitsmarktdaten für August werden für morgen erwartet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gingen in der vergangenen Woche vom höchsten Stand seit sechs Wochen auf 402 000 Anträge zurück, stiegen jedoch um 2000 Anträge stärker an als erwartet. Der Dow Jones Index rutscht 0,8 Prozent in die Verlustzone. Das Börsenbarometer der Nasdaq notiert 1,2 Prozent im Minus.

Das Augenmerk der Anleger richtet sich heute auf das Analystentreffen bei Intel. Es sei durchaus wahrscheinlich, dass das Management die Umsatz- und Gewinnprognosen für das dritte Quartal senke, erklären einige Händler am Morgen. Der harte Preiskampf und die sinkende Nachfrage könnten die Ergebnisse des weltgrößten Chipkonzerns belasten. Noch im Juli erwartete Intels Management für das dritte Quartal einen Umsatz zwischen 6,2 Milliarden und 6,8 Milliarden Dollar. Die Mehrheit der Analysten rechnet mit Einnahmen von 6,41 Milliarden Dollar. Die Analystengilde äußert sich skeptisch zu den Prognosen. Das Papier von Intel notiert mit 1,7 Prozent im Minus. Auch die Aktien von Applied Materials, Altera und Texas Instruments büßen an Wert ein.

Die Aktie von Microsoft kostet den Nasdaq und Dow Jones Index im frühen Handel einige Punkte. Spekulationen, nach denen Microsoft am Mittwoch die Geschäftsprognosen auf Salomon Smith Barney Analystenkonferenz doch nicht bestätigt haben soll, bewegen die Anleger. Die Analysten bestätigen lediglich die Aussage des Managements, dass man die Prognosen von Juli bisher noch nicht revidiert habe. Das Papier verliert 2,2 Prozent.

Für frischen Wind sorgen die Analysten von Lehman Brothers heute auf dem Internetsektor. Anleger sollten die Kursschwäche bei Yahoo zum Einstieg nutzen. Das Papier von Yahoo gab in den vergangenen drei Monaten fast 46 Prozent ab und notiert auf einen 52-Wochentief. Das Unternehmen habe das Schlimmste überstanden. Das Abwärtspotenzial der Aktie sei durch das Übernahmepotenzial des Unternehmens begrenzt. Das Papier legt über fünf Prozent zu.

Jeff Bezos´ optimistische Prognosen greifen der Aktie von Amazon.com ebenfalls unter die Arme. Der Chef des Online-Konzerns stellt in Aussicht, dass der Onlinebuchhändler im vierten Quartal die Gewinnzone erreichen wird. Doch Anleger und Analysten zeigen sich bisher skeptisch.

Aus der Versicherungsbranche kommen am Donnerstag gemischte Zahlen. Der größte US-Versicherer American International will rund zehn Prozent seiner Aktien zurückkaufen. Wie American International gleichzeitig mitteilte, sollen 1500 Mitarbeiter entlassen werden. Die Arbeitsplätze sollen innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate abgebaut werden. Die American International Group hatte erst kürzlich den Konkurrenten American General übernommen. Weltweit beschäftigt das kombinierte Unternehmen über 85.000 Mitarbeiter. In den kommenden zwei Jahren sollen die Entlassungen zu Einsparungen in Höhe von 400 Millionen Dollar führen.

Goldman Sachs rät am Morgen zum Kauf von Biotechnologieaktien, doch der Branche nützt das wenig. Die Papiere des Sektors notieren im frühen Handel mehrheitlich im Minus. Es sei ein guter Zeitpunkt, Positionen aufzubauen, raten die Analysten den Anlegern. Die Aktienkurse des Biotechnologiesektors seien gefallen, doch die Fundamentaldaten hätten sich verbessert. Das makroökonomische Umfeld bleibe aber nach wie vor eine Herausforderung.

Einzelhändler Gap und "Pier 1 Imports" äußern sich skeptisch für das dritte Quartal. Gap macht das enttäuschende Augustresultat und die weiterhin schwache US-Konjunktur verantwortlich. Die Bekleidungskette rechnet im dritten Quartal in den Filialen, die länger als ein Jahr geöffnet sind, mit niedrigeren Umsatzzahlen als ursprünglich erwartet.

Die Einrichtungskette "Pier 1 Imports" reduziert die Umsatzprognosen für die Läden, die bereits über ein Jahr geöffnet sind, für das Gesamtjahr nach unten. Das Unternehmen befürchtet, dass die Konsumenten ihre Ausgaben aufgrund der weiterhin schwachen Wirtschaft zurückschrauben könnten.

Die Aktie von Medtronic gerät unter Druck. Der weltgrößte Hersteller von Herzschrittmachern plant 20-jährige Anleihen im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zu verkaufen. Die Anleihen können in Aktien umgewandelt werden. Mit den Einnahmen möchte Medtronic kurzfristige Kredite für Übernahmen tilgen. Das Papier tendiert 4,6 Prozent schwächer.

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