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US-Märkte: Punktverlust zum Wochenschluss

New Yorks Wall Street ging zum Wochenende mit Punktverlusten aus dem Rennen. Vor allem Gewinnmitnahmen im Technologiesektor belasten die Märkte zum Wochenschluss. Der Nasdaq Index schloss mit einem Minus von 0,85 Prozent auf 2069 Punkten.

Der Dow Jones Index büßte 0,35 Prozent auf 10 511 Zählern ein. Zudem nahmen die Marktteilnehmer die jüngsten Wirtschaftsdaten am Freitag eher verhalten auf. Die Arbeitslosenquote fiel im Juli niedriger als erwartet aus und blieb mit 4,5 Prozent gegenüber dem Vormonat unverändert. Die Stundenlöhne stiegen wie erwartet um 0,3 Prozent. Überraschenderweise wurden im Juli lediglich 42 000 Stellen gestrichen. Analysten hatten mit einem Abbau von 50 000 Stellen gerechnet. Damit dokumentierten die Zahlen, dass die Situation auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt besser zu sein scheint als bisher von Marktteilnehmern befürchtet wurde. Doch die Daten luden nicht zum Feiern ein, denn die Kehrseite der Medaille gibt es bekanntlich auch: Die US-Notenbank könnte nun geringeren Anlass haben, die US-Leitzinsen auf der nächsten Sitzung am 21. August zu senken. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die Arbeitslosendaten im August nach der Entlassungswelle der vergangenen Wochen im Rahmen der Erwartungen ausfallen werden.

Vor allem die Gewinner der vergangenen Tage notierten am Freitag schwächer. Software- und Computeraktien gerieten unter Druck. Auch Chipwerte standen auf den Verkaufslisten der Anleger. Trotz der Kursverluste konnte der Sektor in den vergangenen fünf Handelstagen insgesamt sieben Prozent an Wert gewinnen. Die Aktie von Intel fiel um 1,3 Prozent. PMC-Sierra, Sun Microsystems und Mircosoft gehörten ebenfalls zu den am meisten gehandelten Aktien und büßten Wert ein. Der Titel von Cisco notierte ein Prozent im Minus, nachdem einige Analysten befürchten, dass die Prognosen des Netzwerksausrüsters für die kommenden Quartale beim momentanen Marktausblick zu hoch gesteckt sein könnten. Das Unternehmen wird am kommenden Dienstag die Ergebnisse für das vergangene Quartal und weitere Prognosen veröffentlichen. Die Anbieter von Speicherlösungen trübten das Bild zusätzlich. QLogic, EMC und Brocade verloren. Kursgewinne bei Ebay und Ciena konnten die Verluste nicht auffangen. Ebay gewann 5,7 Prozent, Ciena 1,6 Prozent an Wert. Kaufanreize gab es am Freitag wenige.

Ölwerte notierten schwächer. Royal Dutch wird die Ölfördermenge voraussichtlich nicht um die jährlichen fünf Prozent ausbauen können. Die Konzernleitung begründete die Entwicklung mit der weltweit sinkenden Nachfrage. Exxon Mobil verlor 1,1 Prozent, Chevron und Texaco tendierten 0,4 Prozent schwächer.

Gegen den Trend behaupten kann sich kurz vor Wochenschluss die Aktie von Walt Disney. Das Papier gewann im Tagesverlauf über 2,6 Prozent, schloss aber mit einem Plus von 0,4 Prozent. Zwar leidet der Medienkonzern unter niedrigeren Einschaltquoten und weniger Besuchern in den Vergnügungsparks. Dafür steigerten Filme wie "Pearl Harbor", "Spy Kids" und "Atlantis: The Lost Empire" die Einnahmen der Filmsparte um acht Prozent. Im dritten Quartal konnte der Konzern die Gewinnerwartungen der Analysten mit einem Ergebnis von 23 Cents pro Aktie um zwei Cents pro Aktie übertreffen. Damit sind die Anleger trotz rückläufiger Gewinn- und Umsatzdaten zufrieden.

Auf Siegeskurs war am Freitag die Aktie von Sensormatic. Der Wert gewann zwischenzeitlich fast 60 Prozent. Der Grund: Tyco International wird Sensormatic Electronics für 2,3 Milliarden Dollarin Aktien übernehmen. Mit dem Kauf will Tyco den Geschäftszweig Sicherheitselektronik ausbauen. Gemessen am Schlusskurs vom Donnerstag erhalten die Sensormatics- Aktionäre eine Prämie in Höhe von 61 Prozent. Sensormatics Produkte werden unter anderem für die Überwachungssysteme der Einzelhandelskette Wal-Mart verwendet. Die Aktie von Tyco verlor nur leicht.

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