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US-Märkte rutschen in die Verlustzone

Nach einen freundlichen Handelsstart drehen New Yorks wichtigste Indizes in die Verlustzone. Vor allem Pharma- und Ölaktien notieren schwächer. Neue Mehrheitsverhältnisse im US-Senat belasten die Werte. Der republikanische Senators Jim Jeffords, bisher Mitglied der Bush-Regierung, erklärte am Morgen, er werde aus der Fraktion austreten und in Zukunft als unabhängiges Mitglied des Senates arbeiten.

Damit verändert sich das Stimmrecht zu Gunsten der Demokraten auf 51 zu 49 Stimmen. Die veränderten Machtverhältnisse im Senat machen es US-Präsident Georg W. Bush nun erheblich schwerer, seine politischen Ziele durchzusetzen. So dürfte sich unter anderem die Entscheidung über die künftige Steuerpolitik der USA verzögern. Die Werte, die von der Bush-Regierung profitierten, geraten unter Druck. Während die Papiere von Merck, Bristol-Myers und Pfizer verlieren, hält sich Tabakaktie Philip Morris tapfer im Plus. Bei moderatem Handelsvolumen warten die Anleger gespannt auf die Rede von Notenbankchef Alan Grennspan am Abend. Er wird sich vor dem Economic Club of New York über die Entwicklung der US-Wirtschaft äußern.

Die Verluste des Dow Jones Index begrenzen zur Mittagsstunde IBM und Microsoft. IBM notiert mittlerweile auf dem höchsten Stand seit acht Monaten. Auch die Finanzinstitute Citigroup und J.P. Morgan zählen zu den größten Gewinnern, während Konkurrent American Express an Wert verliert. Brokerwerte notieren dagegen einheitlich schwächer. Die Analysten von Merill Lynch und Credit Suisse stufen die Aktie von Konkurrent Lehman Brothers auf "halten" ab. Nach den soliden Kursgewinnen der letzten Wochen, sei das Papier des Brokerhauses etwas zu teuer geworden. Während die Aktien der meisten Brokerhäuser noch fast 30 Prozent von den Höchstkursen entfernt sind, notiert Lehman Brothers nur acht Prozent vom Top entfernt. Neben dem Titel von Lehman Brothers notieren auch die Aktien von Bear Stearns und Goldman Sachs schwächer.

Zu den größten Verlierern der 30 Dow Jones Werte gehört am Donnerstag die Aktie von International Paper. Der Titel verliert an Wert, nachdem das Brokerhaus Salomon Smith Barney die Preisprognosen für Pulpe, den Rohstoff zur Papierherstellung, für 2001 und 2002 reduziert. Verantwortlich ist dafür vor allem der im Vergleich zum Euro feste US- Dollar. Bedenkt man, dass die Aktien aus dieser Branche seit dem 2. Oktober die Performance des S&P 500 Index um 60 Prozent geschlagen haben, sollten Investoren an Gewinnmitnahmen denken. So werden die Aktien von International Paper, Boise Cascade, Mead und Temple-Inland von "kaufen" auf "überdurchschnittlicher Marktperformer" herabgestuft.

Die Punktverluste des Nasdaq Index begrenzen zur Handelsmitte Kursgewinne bei den Biotechnologiewerten. MedImmune und Abgenix stehen ganz oben auf dem Siegertreppchen. Einbußen bei Internet-, Chip- und Telekommunikationswerten begrenzen jedoch die Freude der Anleger.

Priceline verliert ebenfalls, nachdem Delta Airlines angekündigt hat, den Anteil an Priceline zu reduzieren.

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