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US-Märkte schwächer als erwartet

New Yorks wichtigste Indizes starten in der Verlustzone. Während die Futures noch auf einen knapp behaupteten Handelsstart hindeuteten, rutschte der Dow Jones Index in den ersten Handelsminuten bereits 24 Punkte in die Verlustzone.

Vor allem Broker-, Öl- und Pharmaaktien verlieren an Wert. Der Nasdaq Index büßte sieben Punkte auf 1951 Zähler ein. Hier geraten besonders die Netzwerktitel unter Beschuss. Die Aktien der Hersteller von Unternehmens-Software Siebel, Systems Veritas und Bea Systems notieren ebenfalls schwächer.

Die Marktteilnehmer machen sich erneut Sorgen um die Erholung der US-Wirtschaft. Die heute veröffentlichten Wirtschaftsdaten sind schlechter ausgefallen als erwartet. Die Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung stiegen in der vergangenen Woche um 33000 auf 385 000. Zudem rechnen die Analysten der HSBC Bank damit, dass der Dollar fallen könnte. Die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der US-Wirtschaft habe die Währung bisher gestützt. Doch die Zuversicht schwinde nun.

Zu den am meisten gehandelten Aktien zählten am Morgen die Titel von Sun Microsystems, Cisco Systems und Ericsson. Sun Microsystems verliert trotz positiver Analystenkommentare von Goldman Sachs fast fünf Prozent. Die Experten halten die Allianz zwischen Sun Microsystems und dem japanischen Elektrokonzern Hitachi für besonders erfolgsversprechend. Es handele sich um eine Kooperation, bei der sich Milliarden verdienen ließen. Gemeinsam wollen Sun und Hitachi ihre Produkte aus dem Hardwarespeicher-Bereich vermarkten.

Nortel Networks gesellt sich zu den am meisten gehandelten Aktien, nachdem der Hersteller von Telekommunikationskomponenten bekannt gab, durch die Ausgabe von Wandelanleihen rund eine Milliarde Dollar in die Kasse holen zu wollen. Mit dem zusätzlichen Kapital plant das Management Unternehmen aufzukaufen. Die Aktie fällt im frühen Handel um 2,3 Prozent.

Die Aktien der Brokerhäuser geraten heute unter Druck. Die Analysten von UBS Warburg reduzierten die Prognosen für das dritte Quartal, das laufende und das kommende Geschäftsjahr sowohl für Goldman Sachs und Lehman Brothers als auch Merrill Lynch und Morgan Stanley Dean Witter. Schlechte Fundamentaldaten machen dem Sektor zu schaffen. Neben der lahmenden US-Wirtschaft, der schlechten Situation auf dem Aktienmarkt belastet auch das niedrige Transaktionsvolumen des Investmentbank-Bereichs die Entwicklung.

Personalien gibt es heute im Internetsektor. Yahoo hat einen weiteren Abgang in der Chefetage zu beklagen. Marketingchefin Karen Edwards, die dem weltgrößten Internetportal seit der Gründungsstunde angehörte und dem Unternehmen zu einem bekannten Markennamen verhalf, verlässt nun das Unternehmen. In den vergangenen Monaten hatte bereits eine Reihe von Managern ihre Kündigung beim neuen Chef Terry Semel eingereicht. Die Aktie von Yahoo verliert zwei Prozent.

Wal-Mart kann sich gegen den negativen Markttrend behaupten und gewinnt leicht an Wert. Der größte US-Einzelhandelskonzern konnte die Verkaufszahlen im Juli um 6,3 Prozent steigern. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen einen Anstieg um 5,3 Prozent verbucht. Wal-Mart konnte vor allem mit Discountangeboten Kunden in die Geschäfte locken. Auch das Papier von Home Depot verbucht leichte Kursgewinne. Die Investmentbank Deutsche Alex Brown geht davon aus, dass die Baumarktkette die Gewinnerwartungen im abgelaufenen Quartal um einen Penny pro Aktie übertreffen wird. Home Depot wird in der kommenden Woche die Geschäftszahlen melden.

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