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US-Märkte schwächer

Nur kurzzeitig wagten sich New Yorks Indizes in den grünen Bereich. Doch das Glück währte nur wenige Minuten, dann war alles wieder beim alten. Die Wall Street leidet zum Wochenschluss unter den Gewinn- und Umsatzwarnungen bei Dell und Palm. Schlechte Quartalsergebnisse bei Agilent Technologies trüben die Stimmung zusätzlich. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index verliert rund 0,4 Prozent.

Neben Pharmapapieren verlieren auch Finanztitel heute an Wert. Aber auch der Chemie- und Chiptitel gehören heute zu den weniger beliebten Werten. Zu den größten Dow Jones-Verlierern gehören die Aktien von Hewlett-Packard, DuPont und Merck. Punktgewinne bei Exxon Mobil und United Technologies begrenzen die Verluste. Exxon ist eines vor acht ausgewählten Unternehmen, das den Auftrag erhalten hat, in Saudia Arabien Gasfelder zu erschließen. Der Gesamtauftrag, den sich die Unternehmen teilen, beläuft sich auf 25 Milliarden Dollar.

Den Nasdaq Index führen vor allem die Verluste bei Palm und Dell in die Verlustzone. Beide Unternehmen bereiten die Anleger auf düstere Zeiten vor. Palm, der Hersteller von elektronischen Notizbüchern, reduziert die Umsatzprognosen für das laufenden Quartal um die Hälfte. Die Einnahmen sollen nun höchstens 160 Millionen Dollar betragen. Damit senkt Palm bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit die Umsatzziele. Vor allem die verspätete Markteinführung der neuen m500-Serie sei für die schlechten Umsatzaussichten verantwortlich, so Palm-Chef Carl Yankowski. Einige Analysten spekulieren bereits, ob Palm zum Jahresende seine Bargeldbestände aufgebraucht haben könnte. Allein in diesem Vierteljahr gibt Palm rund 300 Millionen Dollar aus, um hohe Lagerbestände abzubauen. Die Aktie von Palm ist nicht nur das meistgehandelte Papier. Der Titel zählt vor Handelsstart auch zu den größten Verlierern. Die Papiere von Konkurrent Handspring verlieren ebenfalls an Wert.

Bei hohem Handelsvolumen muss auch Dell Punkte abgeben. Der weltgrößte Direktvertreiber von Computern warnt die Anleger vor enttäuschenden Ergebnissen. Mit einem Gewinn von 17 Cents konnte Dell zwar im vergangenen Quartal die reduzierten Gewinnerwartungen der Analysten erfüllen. Im laufenden Quartal wird der Gewinn aber statt der ursprünglich erwarteten 18 Cents Gewinn pro Aktie höchstens 17 Cents pro Papier betragen. Der Umsatz soll rund drei bis fünf Prozent unter dem Niveau Vorquartals liegen. Die erneut nachlassende Nachfrage für PCs und der zunehmende Preiskampf sind für diese Entwicklung verantwortlich.

Agilent Technologies muss dagegen die Quartalsergebnisse des vergangenen Quartals verdauen. Mit einem Gewinn von 21 Cents pro Aktie verfehlte der Hersteller von Test- und Messgeräten die Gewinnerwartungen der Analysten um sechs Cents.

Einer der Lichtblicke am heutigen Handelstag ist die Aktie von Lucent Technologies. Der französische Telekomkonzern Alcatel könnte an der Übernahme des angeschlagenen Herstellers von Telekom-Technologie interessiert sein. Der mögliche Kaufpreis bei über 40 Milliarden Dollar liegen. Würde Lucent bei dem derzeit sehr niedrigen Aktienkurs einer Übernahme zustimmen, wäre dies zwar ein Eingeständnis des Managements, dass die Verlustphase unerwartet lange anhalten könnte. Doch dem Unternehmen könnte es zu gute kommen. Den Anlegern jedenfalls gefällt die Nachricht.

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