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US-Märkte starten im Minus

Zum Wochenschluss geht der Wall Street die Luft aus. Erstmals seit einer Reihe von Handelstagen starten New Yorks wichtigste Aktienindizes in der Verlustzone. Die Kurseinbußen der High-Tech-Werte sorgen für trübe Stimmung.

Die Anleger scheinen einen Teil ihrer Gewinne mit ins Wochenende nehmen zu wollen. Die Gewinner der vergangenen Tage notieren am Morgen schwächer. Chip-, Software- und Computeraktien geraten unter Druck. Cisco, Intel, PMC-Sierra und Sun Microsystems gehören zu den am meisten gehandelten Aktien und büßen Wert ein. Die Anbieter von Netzwerklösungen trüben das Bild zusätzlich. QLogic und Brocade verlieren. Kursgewinne bei Amgen und Nextel können die Verluste nicht auffangen. Der Dow Jones rutscht 0,3 Prozent ins rote Terrain. Das Börsenbarometer der Nasdaq verliert 0,7 Prozent.

Die jüngsten Arbeitsmarktdaten scheinen die Laune der Anleger kurz vor dem Wochenende jedoch wieder ein wenig zu heben. Die Arbeitslosenquote bliebt im Juli mit 4,5 Prozent gegenüber dem Vormonat unverändert. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 4,7 Prozent gerechnet. Die Stundenlöhne sind wie erwartet um 0,3 Prozent gestiegen. Überraschender Weise wurden im Juli lediglich 42 000 Stellen gestrichen. Analysten hatten mit einem Abbau von 50 000 Stellen gerechnet. Doch neben neuen Konjunkturdaten bewegen auch Nachrichten von der Unternehmensfront die Märkte zum Wochenschluss.

So notiert Walt Disney freundlich und gewinnt 2,6 Prozent, nachdem der Unterhaltungskonzern die Gewinnerwartungen der Analysten für das dritte Quartal mit einem Ergebnis von 23 Cents pro Aktie um zwei Cents pro Aktie übertroffen hat. Dennoch musste Disney einen Gewinnrückgang von 3,2 Prozent verbuchen. Der Umsatz fiel um 1,3 Prozent auf 5,98 Milliarden Dollar. Vor allem die Filmsparte des Konzerns konnte ihre Einnahmen mit Filmen wie "Pearl Harbor", "Spy Kids" und "Atlantis: The Lost Empire" um acht Prozent steigern. Die Einnahmen der Vergnügungsparks und des TV-Geschäfts entwickelten sich dagegen rückläufig. Die angespannte, konjunkturelle Situation in den USA hat potenzielle Kunden von einem Besuch der Parks abgehalten, erklärt das Management.

Hohe Umsätze bei Sensormatic

Zu den am meisten gehandelten Aktien zählt die Aktie von Sensormatic. Das Papier gewinnt fast 60 Prozent an Wert. Der Grund: Tyco International ist auf Expansionskurs und wird Sensormatic Electronics für 2,3 Milliarden in Aktien übernehmen. Mit dem Kauf will Tyco den Geschäftszweig Sicherheitselektronik ausbauen. Für jedes Sensormatic-Papier erhalten die Aktionäre ein Papier von Tyco. Gemessen am Schlusskurs vom Donnerstag erhalten die Sensormatics- Aktionäre eine Prämie in Höhe von 61 Prozent. Sensormatics Produkte werden unter anderem für die Überwachungssysteme der Einzelhandelskette Wal-Mart verwendet. Auch die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City werden von Sensormatic ausgerüstet.

Die Aktie von Noven Pharmaceuticals verliert fast die Hälfte an Wert, nachdem das Unternehmen die Anleger vor enttäuschenden Geschäftszahlen gewarnt hat. Statt des ursprünglich prognostizierten Gewinns von 66 Cents pro Aktie wird Noven voraussichtlich nur einen Jahresgewinn zwischen 40 und 45 Cents ausweisen. Als Begründung für das schwächere Ergebnis nennt das Unternehmen die geringere Nachfrage im Ausland.

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